Bana Kelasi – eine ostbelgische Hilfsorganisation
Kinshasa/Eupen. – Bana Kelasi ist eine ostbelgische Hilfsorganisation, die 2008 von Dr. Leopold Tanganagba und seinen Freunden in Eupen gegründet wurde. Die Hilfsorganisation lebt und handelt ganz nach dem Prinzip „Schüler helfen Schülern“. Denn die Idee, einen Verein zur Hilfe notleidender Kinder im Kongo zu gründen, teilte L. Tanganagba zuerst mit seinen Schülerinnen und Schülern der Pater Damian Sekundarschule und des Robert-Schumann-Instituts in Eupen mit. Viele zeigten überraschend Interesse und gaben ihre Zusage, sich an dem Projekt zu beteiligen. So kam es, dass im Jahr 2013 das Waisenhaus Shegeland in Kinshasa, der Demokratischen Republik Kongos, gegründet wurde. Mit Hilfe des Waisenhauses konnten schon 10 Kindern ein Zuhause geboten werden. Da wir das Ziel „Hilfe zur Selbsthilfe“ verfolgen, errichteten wir im Jahr 2015 u.a. mit Hilfe von Subventionen der DG eine Farm, der den dort arbeitenden jungen Männern einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen des Landes vermitteln und das Waisenhaus langfristig autonom finanzieren soll.
Vor Abschluss des Projektes reisen nun drei junge Ostbelgier begleitet von hiesiger Öffentlichkeitsaktivität nach Kinshasa, um sich ein eigenes Bild von der aktuellen Situation zu machen. Dabei schauen sie zum einen, ob sich das Waisenhaus und die Farm finanziell selbst tragen kann und zum anderen ob sie die Gegebenheiten für ein weiteres Projekt ausloten könnten. Damit die Bevölkerung Ostbelgiens – vor allem aber die Jugendlichen und Kinder – einen guten Einblick in das Leben dieser Menschen bekommen, hat die VoG entschieden eine umfassende Dokumentation über die Reiseeindrücke und -Begegnungen zu erstellen. Ziel der Dokumentation ist es die ostbelgische Bevölkerung über die Lebensumstände in der Demokratischen Republik Kongo zu sensibilisieren. Zusätzlich möchten wir im Rahmen unserer doppelten Zielsetzung die Menschen im Eupener Raum die Möglichkeit bieten Entwicklungszusammenarbeit interaktiv kennenzulernen und ihre bestehenden persönlichen Fragen in Form dieser Dokumentation zu beantworten. Dadurch wollen wir die Bewusstseinsbildung sowie die Eigenreflektion innerhalb der ostbelgischen Bevölkerung bezüglich der Lebensbedingungen in der Demokratischen Republik Kongo und dem Kolonialismus aufbauen.
Anschließend wird nach Rückkehr eine Ergebnisvorstellung in Form einer multimedialen Dokumentation produziert und ein interaktives Event organisiert.
DG Sozialminister Antoniadis, in dessen Zuständigkeitsbereiche auch die Entwicklungszusammenarbeit fällt, hat bereits Unterstützung für dieses Projekt angekündigt und will helfen, dem Vorhaben eine größere Reich- und Tragweite zu geben.
Nähere Informationen zur VoG Bana Kelasi können über die Webseite http://www.banakelasi.be abgerufen werden.

