Stadt Eupen – ÖSHZ Eupen – Rotes Kreuz Eupen
Eupen. – Drei Wochen nach der verheerenden Naturkatastrophe wird weiter unter Hochdruck gearbeitet. Viele Menschen haben in Folge der Überschwemmungen ihr Zuhause, ihr Hab und Gut oder ihre Arbeit verloren. Manche unter Ihnen alles. Um die Hilfsangebote für die Betroffenen so gezielt wie möglich zu gestalten, werden die Stadt Eupen, das ÖSHZ und das Rote Kreuz koordiniert.
„Uns ist wichtig, dass die Betroffenen wissen an wen sie sich für welche Fragen wenden können. Gerade in der jetzigen Situation braucht es einen sicheren Ansprechpartner“, so Martine Engels Präsidentin des ÖSHZ Eupen.
Im Zusammenspiel der drei Akteure steht für alle der Mensch im Mittelpunkt. Jeder übernimmt in seinem Zuständigkeitsbereich die anfallenden Aufgaben.
Das Rote Kreuz ist für die Annahme und Verteilung von kleinem Material (Nahrungsmittel, Hygieneprodukte, Kleidung, Spielzeug,…) zuständig. Die Präsidentin des Roten Kreuzes, Christiane Sarlette erläutert: „Aus der überschaubaren Lebensmittelbank ist innerhalb von kürzester Zeit eine Art Einkaufszentrum geworden. Wir haben sogar einen eigenen Drogeriemarkt.“ Rund 15 Ehrenamtliche helfen 7 Tage die Woche beim Sortieren und Ausgeben der Spenden. „Aktuell können wir keine Spenden mehr annehmen“, so Christiane Sarlette. „Sie können ihre Spende aber gerne in die Datenbank des ÖSHZ eintragen. Diese wird ebenfalls vom Roten Kreuz zur Vermittlung von Angebot und Bedarf genutzt“. „Die Ideen der Datenbank entstand aus der Masse der Hilfsangeboten, die den Betroffen fast ab der ersten Stunde zu teil wurden“, berichtet Martine Engels. „Uns war es wichtig die Angebote zu koordinieren, damit wir bedarfsgerecht agieren können“. Auf die über 3.500 Einträge „Ich spende“ kommen aktuell 85 Registrierungen „Ich brauche“, weshalb die Spender Geduld brauchen. „Viele Betroffene haben noch gar keinen Überblick darüber, was sie brauchen oder noch keine Möglichkeit um Unterzustellen. Ich bin mir aber sicher, dass das noch kommt!“, bestätigt die Präsidentin des ÖSHZ Eupen und ruft gleichzeitig dazu auf, keine Scham zu haben sich an das ÖSHZ oder das Rote Kreuz zu wenden, wenn man Unterstützung braucht. „Hilfe ist für alle da, besonders in solchen Ausnahmesituationen.“ Neben diesem Matching von Angebot und Nachfrage hat das ÖSHZ Eupen eine Krisenzelle „Wohnen“ geschaffen. Viele Betroffene können kurz- aber auch langfristig nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch hier versucht das ÖSHZ zu vermitteln. Eine der schwierigsten Aufgaben zurzeit, da viele Menschen gleichzeitig nach Wohnungen suchen, die Bedürfnisse aber sehr verschieden sind. Zusätzlich begleiten wir seit der Evakuierung Betroffene in unseren Auffangzentren und Notunterkünften.
Für Catherine Brüll, Schöffin der Stadt Eupen, sind auch die Zusatzangebote wichtig. „Mit dem Mittagstisch der Armee an der IRMEP möchten wir Betroffene und Helfer mit Essen versorgen, einen Raum schaffen um sich auszutauschen und über das Erlebte zu sprechen und gleichzeitig über den Info-Punkt Ansprechpartner zur Seite stellen, die eine praktische administrative Hilfe bieten können“.
Des Weiteren erstellt der Bevölkerungsdienst ein Register über den Aufenthaltsort und Kontaktdaten der Personen, die irgendwo anders untergekommen sind.
Alle wichtigen Informationen werden auf der Internetseite der Stadt Eupen zentralisiert. Sehr interessant sind auch die FAQ’s, wo alle wichtigen Fragen und Antworten gesammelt und in mehreren Sprachen übersetzt sind oder noch werden. https://www.eupen.be/startseite/naturkatastrophe-infos/

