St. Nikolaus Hospital
Eupen. – Wegen des Weggangs zweier Gynäkologen ist das St. Nikolaus-Hospital intensiv damit beschäftigt, das Team neu zu stärken. Das Krankenhaus möchte auch in Zukunft Schwangerschaften und Geburten unterstützen. Es ist ein Widerspruch und doch Wirklichkeit: Jahr für Jahr erzielt das Team der Eupener Entbindungsstation landesweit vorbildliche Zufriedenheitsquoten. Da die beiden Fachärzte Dr. Ahmed Wafi und Dr. Dirk Crommelinck das St. Nikolaus-Hospital verlassen werden, befindet sich die beliebte Einrichtung trotzdem zurzeit in schwerem Fahrwasser.
Es bleiben den Verantwortlichen des Krankenhauses noch etwa zwei Monate, um das Team der Entbindungsstation auf ärztlicher Ebene neu zu stärken. Hinter den Kulissen finden zahlreiche Gespräche statt, um eine ungebrochene Kontinuität der anerkannten Arbeit zu gewährleisten. Nicht zuletzt wegen der Zweisprachigkeit stellt sich die Suche nach Nachfolgern als schwere Geburt heraus.
Klar ist: In den Zukunftsplanungen des St. Nikolaus-Hospitals spielt die Entbindungsstation, bei der ganze Generationen von Menschen aus dem Eupener Raum zur Welt gekommen sind, weiter eine wichtige Rolle. Die Arbeit der engagierten Hebammen und ihrer multiprofessionellen Kolleginnen und Kollegen wird allseitig hochgeschätzt.
Im Sinne der verunsicherten Frauen, die ein Kind erwarten, betonen die Verantwortlichen am St. Nikolaus-Hospital, das es weitergehen soll. Auch die Fachexpertise, die Dr. Dirk Crommelinck etwa in Fragen von Brustkrebs eingebracht hat, soll in Eupen erhalten bleiben.
Die Gespräche laufen, aber es wird noch dauern, bis weißer Rauch aufsteigt. Klar ist: Wer in den nächsten Wochen ein Kind erwartet, wird weiterhin bestmöglich in der Schwangerschaft und bei der Geburt begleitet. Eine feste Zusage für die Zeit nach September 2021 lässt sich zurzeit leider nicht treffen. Sobald es Neues gibt, wird die Öffentlichkeit zeitnah über die Entwicklung informiert. Das Haus hofft auf gute Nachrichten.

