Wochenspiegel

Die Delta-Variante und das Impfen Jugendlicher

Ministerium der DG

Ostbelgien. – Was macht die Deltavariante so gefährlich? Und warum reicht es nicht, Menschen ab 18 Jahren zu impfen? Viele Jugendliche, aber auch deren Eltern, haben offensichtlich noch Fragen. Daher liegt die Impfbereitschaft der ostbelgischen Jugendlichen hinter den Erfordernissen zurück.

Insgesamt läuft die Impfkampagne in Belgien sehr gut. Unsere Impfquote ist eine der besten in Europa und weltweit. Geimpfte Menschen schützen sich und andere bestmöglich vor einer Ansteckung und helfen dabei, die Pandemie einzudämmen.

Die Delta-Variante des Coronavirus ist unbestreitbar auf dem Vormarsch. In Belgien ist sie inzwischen für 95 % der Fälle verantwortlich. Zusammengefasst kann man sagen, dass Delta ansteckender, „jünger“ und aggressiver ist als die Ursprungsvariante des Coronavirus.

Delta ist ansteckender als die ursprüngliche Variante des Coronavirus: Der Anteil der Geimpften in der Bevölkerung müsste höher liegen, um die Pandemie zum Stillstand zu bringen.

Delta trifft mehr jüngere Menschen: Tatsächlich zeigt eine Studie aus Schottland, dass Kinder und Jugendliche ebenso anfällig sind wie Erwachsene. Zudem deutet vieles darauf hin, dass junge Menschen „anders“ erkranken als ältere. Sie leiden häufig an Symptomen, die fälschlicherweise einer Erkältung zugeordnet werden: Kopfschmerzen, Schnupfen, trockene Kehle.

Delta ist aggressiver: Menschen mit einer Delta-Infektion landen doppelt so häufig im Krankenhaus wie mit der Ursprungsvariante Infizierte.

Warum sollten sich

junge Leute impfen lassen?

Zuerst einmal zu ihrem eigenen Schutz. Denn auch junge Menschen sind nicht vor einem schweren Verlauf und Langzeitfolgen sicher. Sie sollten sich mit der Entscheidung aber wohlfühlen und dahinterstehen.

Die Deltavariante tritt viel häufiger als die ursprüngliche Variante bei Kindern und Jugendlichen auf. Auf lange Sicht könnte das wieder zu Schwierigkeiten in Schulen und an Universitäten führen. Da die Deltavariante auch ansteckender ist, muss sich ein größerer Anteil der Bevölkerung impfen lassen, um die Pandemie zu stoppen.

Kursiert das Virus weiterhin, können neue, möglicherweise gefährlichere Varianten entstehen.

Wie verlässlich

ist der Impfschutz?

Die in Belgien zugelassenen Impfstoffe schützen sehr gut gegen die Delta-Variante. Dies belegen Studien. Allerdings erst nach der zweiten Dosis. Nach der ersten Dosis fiel der Schutz gegen die Delta-Variante in Studien geringer aus als gegen die anderen Varianten. Es ist also wichtig, auch die zweite Impfdosis in Anspruch zu nehmen.

Voraussichtlich muss die Impfung in Zukunft aufgefrischt werden. Aktuell laufen erste Studien dazu, für wen Auffrischungsimpfungen in Fragen kommen und zu welchem Zeitpunkt.

Mehr Informationen erhalten Sie bei Guido Jost, Referent für Gesundheit, Fachbereich Gesundheit und Senioren, Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Tel. 087/78 99 33, Mail: guido.jost@dgov.be.

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