Wochenspiegel

Thema: Das Zeitalter Ludwigs XIV

Pfarrbibliotheken Eupen St. Nikolaus und St. Josef

Eupen. – Wohl kaum ein anderes Jahrhundert unserer Zeitrechnung ist weltweit so bekannt geworden wie das 17.

An seinem Beginn stand ein schrecklicher Religionskrieg, der weite Teile des Deutschen Reiches in Schutt und Asche legte und entvölkerte. Als das Ringen zwischen Katholiken und Protestanten 1648 zu Ende ging, war der französische Thronfolger zehn Jahre alt. Nach dem Tod seines Mentors, Kardinal Mazarin, beschloss er, fortan keinen Erstminister mehr zu ernennen und als Ludwig XIV. die Zügel der Regierung selbst in die Hand zu nehmen. Frankreich zählte damals rund 20 Millionen Einwohner und war ein Land mit vielen Ressourcen. Der junge König brachte den aufmüpfigen Adel unter seine Kontrolle, berief fähige Minister von bürgerlichem Stand und begründete ein fast grenzenloses Mäzenatentum. Frankreich und sein „Sonnenkönig“ wurden zum kulturellen Mittelpunkt Europas. Dichter, Schriftsteller, Maler, Musiker, Architekten und Baumeister wetteiferten um die Gunst des Monarchen und seines Hofstaats. Ludwigs Hof- und Palastbauten, deren Höhepunkt Versailles darstellt, wurden zum Beispiel fürstlichen Lebensstils und vielfältig imitiert.

Nach des Königs Willen sollte Frankreich indessen nicht nur die erste Kulturnation Europas, sondern auch dessen einzige unbestrittene Großmacht werden.

Ab 1667 befand sich das Land fast ununterbrochen im Krieg mit seinen Nachbarn. Als der König am 1. September 1715 verstarb, hinterließ er ein zerrüttetes Staatswesen, welches auch seine Nachfolger nicht mehr zu sanieren vermochten. Was davon noch übrig war, versank in der großen Revolution von 1789.

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