Wochenspiegel

Lesen ohne Tresen

Alter Schlachthof

Fortsetzung von Seite 1.

Alma Delic hat sich für einen philosophischen Text entschieden, Esra Gulec für einen humoristischen. Gavance Lasier schreibt in französischer Sprache, Christine Tshiawa dichtet in beiden Sprachen. Darunter ist eine sprachlich gelungene Momentaufnahme über ein wartendes Mädchen an der Bushaltestelle.

Literatur muss produziert werden. Stephan Haas nutzt anhand seines Krimis „Tod im Hohen Venn“ einmal die Gelegenheit zu erzählen, wie man es hinbekommt, trotz Ehe, Kindern und Beruf einen Roman zu schreiben und wie die Stoffe entstehen.

Damit Christina, Ida und die anderen Literatur produzieren und rezipieren lernen, braucht es Lehrer wie Florian Schreiber vom Chaos-Leseclub aus Aachen. Schreiber gibt zunächst eine Story über die Horrorjahre eines jeden deutschen Lehrers, dem Referendariat zum Besten. Auch sein Partner Lukas Knoben bringt eine witzige Mischung aus Selbstbefinden, Gesellschaftskritik und Quatsch zu Gehör. Die beiden machen einfach Spaß.

Das Publikum jedenfalls genießt diese Vielfalt an dem, was Literatur alles sein kann und freut sich, dass der Alte Schlachthof dieses „Lesen ohne Tresen“ möglich gemacht hat.

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