Pfarrbibliotheken St. Nikolaus und St. Josef
Eupen. – Seit Monaten fragte sich der Westen: Was will eigentlich Putin? Die Antwort liegt nun vor: Krieg. Und im nachhinein stellt sich die Frage: hätte man es nicht wissen können? Bereits 2007 hatte Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz in einer aggressiven Rede seinen Ärger über die Nato- Osterweiterung überdeutlich zum Ausdruck gebracht. Bis heute ist übrigens nicht schlüssig geklärt, ob der Westen Russland in den 1990er Jahren in die Hand versprochen hatte, auf diese zu verzichten. Jedenfalls zeigte Putin 2008 mit einem Angriff auf Georgien, dass er den Krieg nicht scheut.
Die Reaktion des Westens war, wenn überhaupt vorhanden, verhalten. Und als Putin 2014 die ukrainische Krim und den Donbass überfiel, gab es zwar Sanktionen, doch schon im folgenden Jahr begann der Ausbau der Gaspipeline Nordstream 2, die dem russischen Machthaber auf lange Sicht reichliche Einnahmen vor allem aus Deutschland sicherte.
Der Westen setzte weiter auf Wandel durch Handel, eine Form der Politik, die bereits im Umgang mit der Volksrepublik China an ihre Grenzen gestoßen war. Kein Wunder, dass der geborene Spieler Putin seitdem auf volles Risiko setzt.
Nachdem er in den vergangenen Wochen den europäischen Staatsmännern und – frauen in Moskau an einem lächerlich langen Tisch Audienz gewährt und sie genarrt hat, ist er am Morgen des 24. Februar in die Vollen gegangen.
Seine Truppen marschieren von Norden, Osten und Süden in die Ukraine ein und der Westen steht vor den Trümmern seiner langjährigen blauäugigen Apeasement-Politik.
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