Auch die Trends bei den Brautmoden orientieren sich an dem gesellschaftlichen Wandel, der auf die Covid-19-Pandemie zurückgeführt werden kann. Dieser Wandel spiegelt sich vor allem in der Praktikabilität wider, die die Brautmode aktuell an den Tag legt.
Statt großer, pompöser Roben, trägt die Braut aktuell lieber einen Jumpsuit oder Kleider, die sich mit ein paar einfachen und schnellen Handgriffen umfunktionieren lassen. Auf diese Art und Weise können Schleier, Schleppe oder lange Unterröcke schnell und einfach entfernt werden – das Problem des oftmals nötigen Kleiderwechsels für den Empfang im kleinen Kreis besteht somit nicht mehr. Neben dieser Entwicklung gibt es aber auch stilistische Mittel, die sich in viele Kleider eingeschlichen haben: Beispielsweise orientieren sich die aktuellen Brautmoden oft an der sogenannten Regency-Mode (Englische Mode des frühen 19. Jahrhunderts). Hier ist vor allem das charakteristische Korsett Hauptbestandteil der aktuellen Brautmoden. Neben dem stilistischen Sprung in die Vergangenheit, lassen sich aber auch immer wieder ziemlich moderne Elemente in den neuen Kollektionen finden: So liegen beispielsweise die sogenannten Cut-Outs voll im Trend – dabei zeigt die Braut, durch strategisch gut platzierte Ausschnitte an Hüfte oder Rücken, ein wenig Haut. Wer auf andere Weise Haut zeigen möchte, kann das in diesem Jahr getrost mit einem halbhohen Rock machen – denn die liegen aktuell ebenfalls wieder voll im Trend.

