Um steigende Energiekosten soweit es geht einzudämmen, soll vor allem die Biogaserzeugung in der Zukunft eine große Rolle in der europäischen Landwirtschaft spielen. Da in den kommenden Jahren weiterhin hohe und instabile Energiepreise erwartet werden, müssen einige Sektoren, darunter die Landwirtschaft, mit ernsten Folgen rechnen. Vor allem die Düngemittel sind in den letzten Jahren gestiegen, denn die Energie- und Düngemittelpreise treiben sich gegenseitig in die Höhe. Dies kann dazu führen, dass weniger Düngemittel verbraucht wird, was wiederum zu geringeren Erträgen führt. Damit entsteht auch Druck im Hinblick auf die Einkommen der Landwirte und Lebensmittelpreise. Diese Kettenreaktion resultiert schließlich in einem härteren Konkurrenzkampf mit Drittländern. Um die Energiepreise möglichst niedrig zu halten, soll in Zukunft also auf die Erzeugung und Speicherung von Biogas gesetzt werden. Biogas wird durch die Zersetzung organischer Stoffe, wie beispielsweise Lebensmittelreste oder tierische Abfälle, gewonnen.
Durch die Nutzung von Biogas werden zum einen die Methanemissionen reduziert, ebenfalls aber auch die Anhängigkeit von fossilen Brennstoffen gesenkt. Das unterstützt den Wandel in die grüne Landwirtschaft.
Die EU wird dazu angehalten, bis zum Jahre 2030 rund 35 Milliarden Kubikmeter Biogas zu produzieren und Abzuspeichern.

