Wochenspiegel

Demenz braucht Achtsamkeit!

Alzheimer Liga Ostbelgien

Eupen. – Bei der diesjährigen Alzheimer Konferenz in Bern mit dem Titel „Diagnostik und Früherkennung von Demenzerkrankungen“ stellte Prof. phil. Sandrine Pihet fest, dass es zwei bis drei Jahre dauert bis zur ersten Diagnose. Es ist ein mutiger Schritt die Veränderungen zu erkennen, darauf zu reagieren und deren Bedeutung einzuschätzen z.B beim Autofahren, Gesprächen, schwierigem Verhalten und kognitiven Störungen.

Der Patient fragt sich, warum der Partner/die Partnerin oder der/die Betreuer*in ein Problem hat.

Es kommt vor, dass der Betroffene sich aufregt bis hin zur Aggressivität.

Durch diese Verhaltensänderungen entstehen häufig Spannungen; die Folge sind Missverständnisse. Manche Betreuer verstehen oder ertragen einfach die Situation. Sie unterstützen oder auch nicht!

Die Unzufriedenheit wächst und das Bedürfnis nach Erklärungen wird immer dringender. Der Patient dagegen kann die Störung nicht wahrnehmen; er leugnet die Schwierigkeiten und zieht sich zurück. Für ein besseres Leben mit Demenz brauchen wir Informationen. Der vertraute Hausarzt kann die Überweisung zum Neurologen verständlich darstellen. Die Diagnose des Neurologen beruht auf der Analyse der effektiven Störungen, häufigen Klagen, Blutanalyse, MRI und weitere Tests. Zur gezielten Behandlung werden ebenfalls kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht.

Die nicht medikamentösen Behandlungen, wie Ernährungsanpassung, Ergo- und Logopädie und eine eventuelle antidepressive Therapie fördern die Lebensqualität des Patienten und somit auch der Betreuer. Zum besseren Verständnis der Patienten folgt ein kleiner Einblick in sein Denken.

„Ich stelle mir die Frage „Warum bin ich nicht so wie du?“.

Ich habe die Diagnose „Demenz“ erhalten oder ich vermute, dass etwas bei mir nicht mehr so ist wie früher; ich bemerke, dass mein Gegenüber erstaunt, unsicher und manchmal – für mich – unverständlich reagiert.

„Trotzdem habe ich das Bedürfnis nach Zuwendung, Anerkennung und Zärtlichkeit – so wie du.

Ich glaube und zweifle – so wie du. Ich möchte sehen und gesehen werden – so wie du.“ (aus dem Seniorenpastoral der Erzdiözese Wien)

Demenz fordert uns heraus. Haben Sie den Mut sich Ihren eigenen Fragen und Ängsten zu stellen. Kommen Sie darüber ins Gespräch. Besuchen Sie uns im Alzheimer Café. Die ALO (Alzheimer Liga Ostbelgien) lädt Sie als Fragende oder Betroffene ein, jeweils am vierten Freitag im Monat, diesmal am Freitag, den 24. Juni von 14 bis 16 Uhr im Haus der Begegnung, Kirchgasse 2, in Eupen.

Wir sind präsent mit allen Sinnen, tauschen diskret aus und schätzen jeden in seiner Einzigartigkeit.

Wir freuen uns über Ihre vorherige telefonische Anmeldung über

087/552651 oder E-Mail:

alostbelgien@gmail.com

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