Wochenspiegel

Interaktive Ausstellung

KuKuK

Köpfchen. – Ausencia bedeutet Abwesenheit und abwesend kann nur etwas sein, das zuvor da war, existierte. Diesen Titel gibt der mexikanische Künstler Cristian Pineda Flores seiner Ausstellung im und um das alte belgische Zollhäuschen am Grenzübergang Köpfchen.

Als er von einigen Jahren zum ersten Mal nach Ostbelgien kam und sah wie selbstverständlich und umständelos die Leute sich von einem Land ins andere begeben, war dies für ihn ein ganz neues Erlebnis. Seine Erfahrungen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA sind vollkommen anders. Während auf Köpfchen alles seinen Platz hat, aufgeräumt und sauber ist, sind die Grenzregionen zwischen den mittelamerikanischen Staaten voll von Wasserkanistern, erloschenen Feuerstellen, Decken, Kleidungsstücken und allem andern, was Menschen vor ihrem Grenzübergang gebraucht, hinterlassen oder verloren haben.

Zwischen Deutschland und Belgien besteht die Grenze zwar weiter, doch erst als sie vor zwei Jahren zeitweise geschlossen wurde, kehrte sie nochmals richtig ins Gedächtnis der Bevölkerungen dieseits und jenseits der Landesgrenze zurück.

Ausencia verführt dazu, sich mit der eigenen Beziehung zur Grenze auseinander zu setzen, ob individuell oder als Besuchergruppe. Cristian Pineda nennt seine Ausstellung auch Grenzland-Laboratorium und lädt private Gruppen, soziale Initiativen, Vereinigungen explizit ein, gemeinsam zu kommen, ihre Veranstaltung ins Zollhäuschen zu verlegen und ihre Erfahrungen mit ihm zu teilen.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem deutsch-belgischen Kunst- und Kulturverein KuKuK im ehemaligen belgischen Zollhäuschen statt.

Öffnungszeiten: Jeden Samstag und Sonntag (bis zum 21. August) von 12 bis 18 Uhr.

Finissage mit Katalogpräsentation am Samstag, 20. August um 14 Uhr, Treffen des Frauenerzählcafé mit Migrantinnen, Mittwoch, 10. August von 10 bis 11 Uhr.

Termine mit dem Künstler (auf Wunsch mit Übersetzer):

Tel. 087/55 28 44,

cristianpinedaflores@gmail.com

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