Wochenspiegel

Mit Herzblut im Einsatz für ältere und kranke Mitbürger

Josephine-Koch-Service

Ostbelgien. – 130 Ehrenamtliche engagieren sich beim Josephine-Koch-Service – Er ist kürzlich 30 Jahre alt geworden – Einblick in die vier Schwerpunkte

Der Josephine-Koch-Service ist ein Juwel des zivilgesellschaftlichen Engagements in der nördlichen Deutschsprachigen Gemeinschaft. Seit mehr als 30 Jahren engagieren sich dort Ehrenamtliche mit Herzblut für ältere und kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Zurzeit zählt die VoG. 130 Frauen und Männer in ihren verschiedenen Teams. Und sucht doch immer wieder neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sie in ihrem Einsatz verstärken, ergänzen und bereichern.

Einsatz im

St. Nikolaus-Hospital Eupen

Ein freundlicher, offener, hilfsbereiter Empfang ist so viel wert für Menschen, die das Krankenhaus aufsuchen. Ehrenamtliche des Josephine-Koch-Services leisten diesen wichtigen menschlichen Dienst an einem eigenen Auskunftsschalter im Foyer des St. Nikolaus-Hospitals in Eupen. Meistens fragen die Menschen nach dem Weg zu ihrem Arzt oder einer Station. Manchmal begleitet man sie einfach, damit sie ihr Ziel sicher finden. Mit ihrer Arbeit entlasten die Ehrenamtlichen die Kolleginnen der Rezeption.

Weniger sichtbar, aber nicht weniger bedeutend ist die direkte Arbeit mit Patienten des Hospitals. Dass da jemand sich viel Zeit nimmt, ihnen zuhört und mit ihnen spricht, wissen die Menschen sehr zu schätzen. Häufig reichen die Themen über die Krankheit hinaus, es geht um den Alltag und das Leben und es wird auch gelacht.

Diese offenen Gespräche und Begegnungen sind wertvoll für alle Beteiligten. Manche sieht man immer wieder, manche begleitet man so auf ihrem letzten Weg.

Einsatz im Fahrdienst

Wer als älterer und kranker Mensch häufig zum Arzt, ins Krankenhaus, zur Dialyse muss, der legt im Jahr jede Menge Fahrten zurück. Wenn man selbst nicht mehr fahren kann und die Angehörigen es nicht regelmäßig übernehmen können, kommt zunächst das Taxi in Betracht. Das ist aber für Leute, die einen schmalen Geldbeutel haben, nicht finanzierbar. Hier springen Ehrenamtliche des Josephine-Koch-Services ein. Ihnen stehen für die Krankenfahrten vier Dienstfahrzeuge zur Verfügung.

In dem ehrenamtlich geführten Sekretariat laufen die Drähte heiß. Viele Fahrten sind länger geplant, aber trotzdem ist täglich Improvisationstalent gefragt. Termine platzen oder werden verschoben und Neuanfragen müssen eingetragen werden. Bei ihren Fahrten hören sie viele Geschichten aus dem Leben und das macht sie häufig demütig und dankbar, wie gut es ihnen selbst geht.

Um die interne Organisation zu erleichtern und Vertretungen zu finden, wenn der eine oder andere Ehrenamtliche seinen Dienst nicht machen kann, sind die Frauen und Männer des Josephine-Koch-Services bestens über WhatsApp vernetzt. Das erleichtert die Zusammenarbeit ungemein.

Einsatz in

der Seniorenbegleitung

„Vergissmeinnicht“

Ältere und kranke Menschen haben oft nicht nur mit Einschränkungen bei Gesundheit und Mobilität zu kämpfen, sondern auch mit Einsamkeit. Frauen und Männer aus dem Josephine-Koch-Service wirken dem mit vielfältigen Initiativen entgegen. Für diesen Schwerpunkt gibt es den tollen Namen „Vergissmeinnicht“. Der bringt das Programm dieses Engagements auf den Punkt, denn durch ihren Einsatz zeigen die Ehrenamtlichen, dass die älteren und kranken Leute nicht vergessen sind.

Wo es passt, besuchen sie in diesem Sinne regelmäßig Menschen aus Eupen und Kettenis in deren vier Wänden. Das kann die private Wohnung sein oder bei Bedarf das Zuhause im Seniorenzentrum. Im Eupener Josefsheim organisieren die Ehrenamtlichen Begegnungsnachmittage. Und in den Räumen des Kooperationspartners „Eiche“ V.o.G. gibt es Tag für Tag ein Stadtteilessen in der Eupener Oberstadt. Überall spüren die Gäste, dass sie willkommen sind. Die Gespräche tun allen Beteiligten gut.

Einsatz im „Mittendrin“

Abwechslung und Kontakt im Alltag: Das ist für viele Menschen auch und gerade im Alter etwas Unverzichtbares. Im gastlichen Begegnungszentrum an der Klötzerbahn 1 spüren sie die Kraft, was es heißt: „mittendrin“ zu sein statt außen vor. Ehrenamtliche des Josephine-Koch-Services gestalten in dem ehemaligen Ladenlokal ein vielseitiges Angebot. Mit viel Liebe und Herzblut organisieren die Frauen und Männer so ein lebenswertes Miteinander mitten in der Eupener Oberstadt.

Das Soziale steht im Vordergrund, bei Kaffee und Kuchen oder beim Rommé-, Skat- und anderen Gesellschaftsspielen. Aber nach dem Motto „Wer rastet, der rostet“ gibt es auch sehr verschiedene freundliche Einladungen, Körper, Geist und Seele in Schwung zu halten. Zirkeltraining in der Fitnessecke oder Gymnastik im Sitzen gehören ebenso dazu wie Gehirnjogging und Schach. Ganz auf der Höhe der Zeit: Die Gäste können sich an Tablet und Smartphone einweisen lassen.

Mehr Infos und Kontakt

Die Geschäftsstelle des Josephine-Koch-Services begleitet die Arbeit der 130 Ehrenamtlichen, sorgt für einen guten Rahmen, mit Weiterbildungen und Supervisionen. Interessentinnen und Interessenten erhalten die Möglichkeit, in verschiedene Dienste hineinzuschnuppern. Im Gespräch mit Doris Wertz lotet man gemeinsam aus, was passt. Viele Ehrenamtliche schätzen die Vielfalt, in der sie etwas Sinnvolles und Soziales aus ihrer freien Zeit tun können. Das Miteinander macht ihnen Spaß.

Einen ersten Eindruck vermittelt die Website unter http://www.jks-eupen.be. Der Josephine-Koch-Service ist auch auf Facebook vertreten. Direkten Kontakt gibt es montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und zusätzlich montags bis donnerstags von 14 bis 17 Uhr. Telefonisch ist die Geschäftsstelle unter Tel. 087/56 98 44 erreichbar, per E-Mail unter info@jks-eupen.be.

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