Wochenspiegel

Geschichte und Bau der Wesertalsperre

Vortrag: Rudy Collienne referiert beim EGMV

Eupen. – Zu einem Vortrag über den Bau der Eupener Wesertalsperre hat der Kgl. Eupener Geschichts- und Museumsverein seine Mitglieder für Dienstag, den 17. Januar, ins Foyer Lüttich des Hauses Gospert 42 eingeladen. Mittlerweile liegen so viele Anmeldungen vor, dass die Kapazität des Raumes ausgereizt ist.

Wegen der großen Nachfrage hat Rudy Collienne, ehemaliger Direktor der Wesertalsperre, sich spontan bereit erklärt, den Vortrag am Donnerstag, dem 26. Januar, am gleichen Ort zu wiederholen.

Beginn 19.30 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 087/74 00 05. Begleitet wird die Präsentation mit vielen teils spektakulären Fotos und Dokumenten.

Die Sperre von Weser, Getzbach und Hill. Im Frühjahr 1936 wurden im oberen Langesthal, am Zusammenfluss von Weser und Getzbach, die Arbeiten zum Bau des größten belgischen Staudamms in Angriff genommen. Am 30. Juni 1951 wurde die Wesertalsperre im Rahmen eines Volksfestes feierlich eingeweiht.

Die mächtige Staumauer hat eine Höhe von 63 Metern über der Talsohle. Ihre Mauerkrone hat eine Länge von 409,45 Metern. Die acht Meter breite Mauerkrone trägt eine Straße von elf Metern Breite.

An ihrer Basis hat die Mauer, in der 450.000 Kubikmeter Beton verbaut wurden, eine Dicke von 55 Metern. Sie ist nach dem Prinzip der Schwere gebaut, d.h. sie setzt dem Druck des Wassers ihr eigenes Gewicht entgegen.

Der 136 Hektar große Sperrsee hat ein Fassungsvermögen von 25 Millionen Kubikmetern. Diese enorme Menge Wasser wird von Weser und Getzbach herangeführt. Auch die Hill, die über einen unterirdischen Kanal, der die Landstraße nach Monschau unterquert, mit der Talsperre verbunden ist, ergießt einen Teil ihres Wassers in den Sperrsee.

Die Wesertalsperre dient der Trinkwasserversorgung von Eupen, des Herver Landes und des Umlandes von Lüttich.

Die Stadt Lüttich selbst hat ihre eigene Trinkwasserversorgung. In Eupen können täglich rund 82.500 Kubikmeter Trinkwasser produziert werden, dazu verfügt die Aufbereitungsanlage über modernste Technik mit Nanofiltration, die kleinste Unreinheiten aus dem Vennwasser entfernt.

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