Jazz, Rock und 2mal Theater
Eupen.– Im Rahmen der Reihe Jazz im Foyer kommt am Samstag, dem 15. April Aligaga, ein junges freies Kreativ-Quintett aus Brüssel. Seit ihren ersten Begegnungen am Konservatorium sucht die Band ständig nach Wegen zu einer freien Musik, in der Zweifel, Toleranz und Paradoxien ihren Platz finden. Aligaga spielt Erzählungen in Form von Liedern und Improvisationen, die flüstern, singen, lachen, weinen und tanzen.
Sie gründeten sich 2014 auf Initiative des italienischen Bassisten und Komponisten Federico Corsini mit jungen Kreativen aus den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Südkorea und Italien. Nach dem Gewinn des „Bilzen Euregio Jazz Award“ im Jahr 2015, nahmen sie ihr Debüt „yeah aligaga“ auf und wurden zum Chengdu Sister Cities Music festival in China, eingeladen. Später wurden sie noch mit dem Publikumspreis der Maastricht Jazz Awards ausgezeichnet.
Als Erforscher von Klängen und Rhythmen schaffen sie eklektische Melodien, wie die fünf bisher aufgenommenen Alben belegen. In ihrem neuen Werk „Music Might Help“ findet man diese tiefe Suche wieder, die von den persönlichen Erfahrungen, Wahrnehmungen und Visionen jedes einzelnen Musikers genährt wird. Der Titel kann wörtlich genommen werden: Lassen wir uns helfen. Für Freunde des Charlie Haden Liberation Orchestra.
Am Sonntag, dem 23. April kommen mit Moad und Minoh zwei starke Grenzland-Bands mit einer Synthese aus handgemachtem »Brett« und maschinellem Drive zu uns. Beide werden auch visuell mit digitalen Projektionen unterstützt. MOAD ist eine Band aus St.Vith, die den analogen Klang bewahrt und ihn mit digitalen Elementen kombiniert. Gestartet wird mit Minoh, ein Power-Duo aus Aachen, dass ihren Disco-Punk mit treibenden Beats unterlegt.
Am 29. April ist das Grenzlandtheater wieder zu Gast im Jünglingshaus. Kabale & Liebe wird im großen Saal aufgeführt. Das Schauspiel von Friedrich Schiller ist weit mehr als eine bewegende Lovestory. Schiller lässt hier Einflüsse aus Shakespeares „Romeo und Julia“ und Lessings „Emilia Galotti“ zu einem Politthriller mit tödlichem Ausgang verschmelzen. Ein mitreißendes Stück gegen die Zwänge der damaligen Ständegesellschaft und das Mätressenwesen.
Das Projekt 23 kommt am 30. April mit dem Agora-Theater St.Vith in den großen Saal.
Das Gemeinschaftsprojekt mit dem ZFP Eupen lotet spielerisch die Möglichkeiten und Grenzen von Gemeinschaft aus. Was hat dies mit uns zu tun? Wie gehen wir mit der Macht und Verantwortung um, die uns verliehen wird? Wann sage ich Nein? Das Stück, frei nach Morton Rhues „Die Welle“, behandelt die Frage nach einem Miteinander in Vielfalt und Vielstimmigkeit.
Karten sind wie immer erhältlich bei KultKom, Kirchstraße15, Tel. 087/74

