Begegnungsort Caterina von Siena
Astenet. – Der Begegnungsort zu Ehren der Heiligen Caterina von Siena in Astenet wurde durch die Deutschsprachige Gemeinschaft am 9. Januar 2025 als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt. Durch das einzigartige Zusammenspiel von Architektur, Kunst und Landschaft ist ein besonderer Ort entstanden, den es als Zeugnis für zukünftige Generationen zu erhalten gilt.
Um einen tieferen Einblick in das neue Denkmal zu erhalten, bietet die VoG “Internationale Vereinigung Caterina von Siena” Führungen an. Diese finden statt am Sonntag, den 6. und 13. April in deutscher und französischer Sprache, jeweils um 14 und um 15 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die mehrteilige Anlage entstand in zwei Bauphasen. Sie setzt sich zusammen aus einer kleinen Kapelle aus dem Jahr 1968 und einem Gemeinschaftshaus erbaut zwischen 1979 und 1985 mit Gottesdienst- und Versammlungsräumen sowie einem Wohnbereich. Das Ensemble liegt auf einer Anhöhe zwischen Walhorn und Hergenrath. Es wurde in eine bestehende Landschaft mit Teich und Baumbestand eingebunden. Durch einen ansteigenden Weg und einen offenen Vorplatz, der der Form des großen Platzes in Siena (Italien) nachempfunden ist, sind die Kapelle und das Haus in enger Beziehung gesetzt.
Die Planung der Bauten erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem Architekten Emile-José Fettweis und den Künstler André Blank und Maria Hasemeier-Eulenbruch. Bauherrin war die Internationale Vereinigung Caterina von Siena mit Jean Wintgens als ihren Initiator.
Das Ensemble wurde aus den folgenden Gründen geschützt. Der Begegnungsort stellt einen harmonischen Dialog zwischen Landschaft, Architektur und künstlicher Gestaltung her. Dieses gelungene Zusammenspiel ist ein ausgezeichnetes Beispiel der Auseinandersetzung mit der bestehenden Landschaft bei der Schaffung eines spirituellen Ortes durch die Symbiose von Landschaft und hochwertige, funktionaler Architektur mit Einbeziehung und Einwirkung der bildenden Kunst. Das architektonische Konzept des anerkannten Architekten Emile-José Fettweis, welches in enger und einmaliger Zusammenarbeit mit dem Künstler André Blank entstanden ist und sich über zwei Bauphasen entwickelt hat, ist sehr überzeugend. Die Bauten sind zudem gute Zeugnisse des Schaffens des Architekten; die Kapelle bestätigt seine früheren Werke (Wohnhäuser aus Ziegelstein und Beton) und kündigt seine späteren Werke an. Das Gemeinschaftshaus knüpft daran an und zeigt die Kreativität des Architekten bei der Herstellung von Bezügen zwischen Landschaft und Begegnungsort.
Der Begegnungsort ist ein Treffpunkt, ein Ort der Einkehr, der Ruhe und des Gebets. Die jährlichen Besucherzahlen lassen schlussfolgern, dass es ein lebendiger Ort ist, der seit etlichen Jahren zum Alltag vieler Menschen in der Euregio gehört.
Weitere deutschsprachige Informationen zum geschützten Ensemble finden Sie auf dem Kulturerbeportal der Deutschsprachigen Gemeinschaft: http://www.ostbelgienkulturerbe.be