Stadt-und Pfarrbibliotheken Eupen St. Nikolaus und St. Josef
Eupen. – Es geht das Gerücht, dass der frühere deutsche Bundeskanzler Kohl sie gerne als Hintergrundmusik bei der Arbeit genoss; sie beruhigten und beflügelten ihn gleichermaßen. Gemeint sind „Die vier Jahreszeiten“, ein Musikstück, das zu einer Sammlung von Konzertstücken gehört, die 1725 unter dem Titel „Il Cimento dell’armonia“ erschien. Dieser „Ohrwurm“ gehört zum gewaltigen Lebenswerk des Priesters Antonio Vivaldi (um 1680-1743), dessen nach Hunderten zählende Konzerte nicht von ungefähr mit dem Aufschwung der Streichinstrumente im 17. Jahrhundert einherging.
Ohne diese wären auch die in ihrer Menge kaum noch zu übersehenden Kantaten protestantischer Komponisten Mittel- und Norddeutschlands nie entstanden.
Ihr vollendetester Vertreter ist Johann Sebastian Bach (1685-1750), von dem Beethoven schrieb:
„Er sollte nicht Bach heißen, sondern Meer…“. In der Tat gibt es wohl keinen stärkeren Beweis für die Universitalität von Bachs Kunst, als die Tatsache, dass noch heute die Menschen, über alle religiösen und kulturellen Grenzen hinweg, sich vor seiner Musik verneigen. Vivaldi und Johann Sebastian Bach, zwei Vertreter jenes 18. Jahrhunderts, das sicherlich in der Musik einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt.
Vielleicht wäre die Urlaubszeit eine gute Gelegenheit auch unser Gehör wieder für diese Musik zu schärfen…
Sowohl zur Geschichte als auch zu den ökonomischen wie kulturellen Aspekten einer Epoche, in der auch Eupens Ruf bis an die Grenzen Europas reichte, halten wir viel Lesens- und Hörenswertes für Sie bereit. Besuchen Sie auch unsere Website: