Aktiv für Menschenrechte
Eupen. – Die Dokumentarfotografin, Aktivistin und Feministin Véronique Vercheval (geb. 1958, lebt und arbeitet in La Louvière) setzte sich schon früh mit wichtigen Themen auseinander, wie der Lage der Frauen, den belgischen sozialen Bewegungen der 1980er-Jahre und Ruanda zehn Jahre nach dem Völkermord.
Es war fast unvermeidlich, dass Palästina und das palästinensische Volk ihr Leben und Werk berühren würden. Heute blickt Véronique Vercheval erneut auf ihr palästinensisches Notizbuch zurück: Bilder, die zwischen 2002 und 2022 in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes und des Gazastreifens entstanden sind und angesichts der aktuellen Ereignisse einen einzigartigen Wert und eine besondere historische Bedeutung erlangt haben. Aus Zeugenaussagen sind diese Fotografien zu Erinnerungsstücken geworden: Sie zeigen den Alltag einer Bevölkerung, die die gegenwärtige israelische Regierung auszulöschen versucht.
Die Fotografin schrieb dies, dessen Schlichtheit und Direktheit auch heute noch tief berühren und die Distanz der Zeit überdauern: „Es war Wut und ein Gefühl der Ohnmacht, die mich im April 2002 zum ersten Mal ins besetzte Palästina trieben. Zerstörte Häuser, aufgerissene Straßen, klaffende Mauern, Einschusslöcher… Jenseits der Ruinen gibt es immer noch Männer, Frauen und Kinder.“
Dieses Projekt ist eine Gemeinschaftsinitiative von „Aktiv für Palästina“, Miteinander Teilen VoG, Attac DG, Landfrauenverband VoG mit der Unterstützung vom Alten Schlachthof und der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die Vernissage findet am Donnerstag, 10. September, um 19 Uhr in Anwesenheit der Fotografin statt. Die Ausstellung selber findet statt vom 10. September bis zum 3. Oktober im Alten Schlachthof in Eupen. Weitere Infos unter http://www.lfv.be

