Wochenspiegel

Der Ausgleichsvertrag und die deutsch-belgischen Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg

Vortragsveranstaltung

Eupen. – Am Freitag, dem 25. September laden das Staatsarchiv in Eupen und das Zentrum für Ostbelgische Geschichte um 19.30 Uhr zu einem Vortrag im Staatsarchiv (Kaperberg 8) ein. Der Historiker Christoph Brüll (Universität Luxemburg) beschäftigt sich dann mit der Geschichte der deutsch-belgischen Beziehungen nach 1945. Anlass sind zwei Jahrestage: In diesem Jahr jährt sich zum 75. Mal die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Belgien und der Bundesrepublik; vor 70 Jahren schlossen die beiden Länder einen Ausgleichsvertrag, der Kriegsfolgen regeln und die nachbarschaftlichen Beziehungen verbessern sollte. Damit gehört Belgien zu den Ländern, die nach dem Zweiten Weltkrieg am schnellsten auf eine politische Annäherung an Westdeutschland hinwirkten. Vor dem Hintergrund von zwei Kriegsbesatzungen in einem Vierteljahrhundert mag dies überraschen. Der Vortrag zeichnet die Deutschlandpolitik des Königreichs seit 1944 nach und fragt nach der Bewältigung der Kriegsfolgen im deutsch-belgischen Verhältnis. Im Mittelpunkt stehen dabei Reparations- und Entschädigungsfragen in ihrem westeuropäischen Kontext. Der Ausgleichsvertrag vom September 1956, der auch die Grenzfrage zur Klärung brachte, bildet hier nur den Auftakt zu einer Reihe von Verhandlungen und Abkommen, in denen auch Ostbelgien wiederholt eine Rolle spielte.

Eintritt frei – eine formlose vorherige Anmeldung unter sae@arch.be oder 087/55 43 77 ist erwünscht.

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