Wochenspiegel

Vierter ELA Firmenlauf

Schnür die Schuhe: Als Team gegen die Krankheit!

Lontzen. – Was, wenn ein einziger Nachmittag, ein paar Laufschuhe und ein gemeinsamer Spaziergang oder Lauf das Leben vieler Familien verändern könnten?

Beim bevorstehenden ELA-Firmenlauf am Freitag, dem 25. September verwandelt sich das Gelände von Castle Ingredients im Eastbelgium Park wieder in einen Treffpunkt für Sport, Begegnung und vor allem Solidarität. An diesem Tag geht es nicht um Bestzeiten oder Urkunden.

Es geht um Hoffnung, Gemeinschaft und das Gefühl, gemeinsam Großes zu bewegen. Unter dem Motto „Schnür die Schuhe: Als Team gegen die Krankheit“ wird gemeinsam gegen gelaufen oder marschiert. Der Startschuss fällt um 13 Uhr und es stehen zwei Strecken zur Auswahl: eine Joggingrunde über 6,5 Kilometer und eine Wanderroute von 4,5 Kilometern. Mitmachen können alle, denn die Strecken sind für jedes Fitnesslevel geeignet.

Bei Musik, Getränken und kleinen Speisen von MonkeyFood, lädt das Organisationsteam bestehend aus ELA Belgien, LOS, der Gemeinde Lontzen, der Entwicklungsagentur ADL sowie GE-Media gemeinsam zu einem gemütlichen Beisammensein für einen guten Zweck ein. Der Erlös des Firmenlaufs geht an ELA Belgien, der „European Leukodystrophy Association“, deren Ziel es ist, Leukodystrophiebetroffene Familien zu begleiten, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die Forschung zu fördern.

Leukodystrophien zerstören die Myelinschicht im zentralen Nervensystem. Die Folgen dieser Erkrankungen sind gravierend: Störungen bei Motorik, Sprache, Gedächtnis und Wahrnehmung, und oft ein früher Tod. Eine Heilung gibt es nicht. Die Symptome werden durch Therapien gelindert.

Hinter diesen Fachbegriffen verbergen sich echte Schicksale. Schicksale wie die von Danielle Jennes, ihrer Familie und ihrem Sohn Noah, der 2020 im Alter von viereinhalb Jahren den Kampf um die Krankheit verloren hat. Die Facebook-Seite „Noah – Mein Leben mit dem Aicardi-Goutières-Syndrom“ zeigt, was eine seltene Krankheit im Alltag bedeutet: medizinische Herausforderungen, organisatorische Belastungen, aber auch Mut, Zusammenhalt und die Kraft einer Familie, die nicht aufgibt. Noahs Geschichte steht stellvertretend für viele Kinder, deren Erkrankung wenig bekannt ist – und deren Familien dennoch jeden Tag kämpfen.

Mit dem ELA-Firmenlauf wird den Familien gezeigt: Ihr seid nicht alleine. Jeder Schritt auf der Strecke, jedes Anfeuern und jeder gespendete Euro schenken Zuversicht und hilft den betroffenen Familien.

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