Stadt- und Pfarrbibliotheken St. Nikolaus und St. Josef
Eupen. – Am 4. Oktober jährt sich zum 800. Mal der Todestag einer der wohl bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte: Franz von Assisi. Selbst Nichtchristen, Atheisten und Agnostiker können sich der Faszination dieses Mannes nicht entziehen. Er stammte aus sehr wohlhabendem Hause und führte das Leben eines im gemachten Bett geborenen reichen Erbens. Bis er dieses „In-den-Tag-hinein-leben-und feiern“ irgendwann satthatte. Jeden Tag Jubel, Trubel, Heiterkeit:
irgendwann fühlte er in sich eine große Leere und kurz entschlossen stieg er aus. Er legte seine prächtige Kleidung ab, überwarf sich mit seinem Vater, verzichtete auf sein Erbe und begab sich auf die Suche nachdem Sinn des Lebens: das konnte doch noch nicht Alles gewesen sein? Er gewann sein seelisches Gleichgewicht zurück, als Armer unter Armen, Ausgestoßener unter Ausgestoßenen, in einem Leben in und mit der Natur, die ihm wie eine Mutter erschien, ihm Alles gab, was er brauchte und die er achtete und ehrte.
Sein radikaler Bruch mit seiner Familie, dem kein Rückzug, sondern der Aufbruch in ein neues, alternatives Leben folgte, zieht bis heute Zigtausende Männer und Frauen an. Franziskus ist nicht in erster Linie ein katholischer Heiliger.
Dieser abgerissene „Poverello“, dieser nicht sehr ansehnliche kleine Mann ist für Viele die glaubwürdige Verkörperung des Ideals völlig uneigennütziger Zuwendung und Empathie. „Mein Ego muss abnehmen, damit ER wachsen kann!“
ER: der Wanderprediger Jesus aus Nazareth, für die Christen „Gottes Sohn“, der als einziger Religionsstifter die Feindesliebe predigte, der auch Franziskus sich ein Leben lang verpflichtet fühlte.
Besuchen Sie unsere Website http://www.eupen-leihbuecherei.be!

