Streetwork – Aktiv für die Belange junger Menschen
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„Diese Methode haben wir analysiert, uns Beispiele aus der Praxis angeschaut und waren schnell überzeugt“, erzählt die Sozialarbeiterin.
Mit den Fahrzeugen sei den Streetworkern ein zusätzliches „Tool“ an die Hand gegeben worden, um leichter in Kontakt mit jungen Menschen zu treten.
Nachdem das Jugendbüro 2015 die zuständige Jugendministerin Isabelle Weykmans (PFF) von dem Konzept überzeugen konnte, habe die DG, gemeinsam mit der „Table Ronde“, die notwendige finanzielle Unterstützung für die Anschaffung eines ersten Fahrzeugs zur Verfügung gestellt. Da der Bedarf an Streetwork in den vergangenen Jahren stark angestiegen sei, habe man beschlossen, zwei weitere „Mobys“ für Streetwork Ostbelgien anzuschaffen, um noch mehr jungen Menschen Ansprechpersonen im öffentlichen Raum zu bieten.
Das Moby-Mobil erleichterte damit den Streetworkern nicht nur die Arbeit, sondern soll auch ein Ort zum Wohlfühlen sein. „Viele Jugendliche haben die beiden neuen Mobys mitgestaltet. So ist zum Beispiel der Innenraum komplett von Jugendlichen gestaltet und dekoriert worden, und auch beim Aufbau haben sie uns tatkräftig unterstützt“, unterstreicht Celia Marx.
Dass die Jugendarbeit wichtig für die Gesellschaft und die Jugendlichen sei, zeige sich tagtäglich. Denn inhaltlich decke die Jugendarbeit ein breites Spektrum ab.
„Die Hauptthemen bei unseren Begleitungen sind meist: Arbeitsintegration, Aufenthalt, Wohnungssuche, psychische Belastungen, Führerschein, administratives Verständnis“, so die 27-Jährige, die indes betont: „Wir sind in den Themen jedoch nicht begrenzt, und die Jugendlichen können sich mit jedem Thema an uns wenden, das sie beschäftigt.“
Ziel sei es, junge Menschen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens zu fördern und zu informieren, um ihre Kompetenzen und Potentiale weiterzuentwickeln und lebenslanges Lernen zu ermöglichen.

