Lebensretter aus der Luft:
Dreiländereck. – Wenn im Frühling die Wiesen gemäht werden, beginnt für viele Wildtiere eine besonders gefährliche Zeit. Vor allem junge Rehkitze sind bedroht. Ihr natürlicher Schutzinstinkt wird ihnen dabei zum Verhängnis: Statt zu fliehen, bleiben sie bei Gefahr regungslos im hohen Gras liegen – und haben gegen moderne Mähmaschinen keine Chance.
Genau hier setzt der neu gegründete Verein für Kitzrettung KiWi e.V. an. Mit modernster Drohnentechnik und Wärmebildkameras suchen ehrenamtliche Helfer in den frühen Morgenstunden Wiesen und Felder ab – noch bevor die Landwirte mit dem Mähen beginnen. Die Wärmebildkamera macht die im Gras versteckten Rehkitze sichtbar. Anschließend werden die Tiere vorsichtig gesichert und nach der Mahd wieder freigelassen.
„Ohne diese Einsätze hätten viele Rehkitze keine Überlebenschance“, erklärt das Team des Vereins. Jeder Einsatz bedeutet im besten Fall ein gerettetes Leben.
Der Verein konzentriert sich besonders auf die Region im Dreiländereck Belgien – Deutschland – Niederlande. Neben der Rettung der Tiere soll die Initiative auch zeigen, wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Naturschutz funktionieren kann. Unterstützung erhält der Verein unter anderem von der König-Baudouin-Stiftung, die das Engagement für Natur und Artenvielfalt stärkt.
Doch die Arbeit steht noch am Anfang: Da der Verein erst kürzlich gegründet wurde, ist jede Unterstützung willkommen. Gesucht werden freiwillige Helferinnen und Helfer, die bei Drohneneinsätzen, Organisation oder Öffentlichkeitsarbeit mitwirken möchten.
Auch Spenden sind wichtig, um die Einsätze zu ermöglichen – etwa für Technik, Ausbildung und Ausrüstung der ehrenamtlichen Teams.
Wer die Rettung der Rehkitze unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun:
Spendenkonto:
KiWi e.V.
IBAN:
DE89 3905 0000 1077 6773 24.
Einsätze/Anfragen:
Tel. 0049/173-241 84 48.
Jede Unterstützung hilft, noch mehr Wildtiere vor dem Mähtod zu bewahren.
Denn manchmal entscheidet ein früher Drohnenflug am Morgen darüber, ob ein kleines Rehkitz eine Zukunft hat.

