VHS – Workshop: Den Nahostkonflikt verstehen
Eupen. – Der Nahostkonflikt zählt zu den komplexesten und zugleich aktuellsten Konflikten der Gegenwart. Die anhaltende Gewalt in der Region, internationale diplomatische Bemühungen sowie kontroverse Debatten in Politik, Medien und Gesellschaft zeigen, wie stark das Thema derzeit im öffentlichen Fokus steht. Die Entwicklungen wirken sich nicht nur auf den Nahen Osten aus, sondern prägen auch Diskussionen in Europa – etwa zu Sicherheit, Migration, internationalem Recht und gesellschaftlichem Zusammenleben. Vor diesem Hintergrund bietet ein Workshop die Möglichkeit, sich fundiert und differenziert mit dem Konflikt auseinanderzusetzen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die die aktuellen Entwicklungen besser einordnen und sich mit möglichen Lösungsansätzen beschäftigen möchten. Der Workshop kombiniert fachlichen Input mit interaktiven Methoden, um Wissen zu vermitteln, Perspektivwechsel zu ermöglichen und kritisches Denken zu fördern.
Im ersten Teil erhalten die Teilnehmenden einen strukturierten Überblick über historische Hintergründe, zentrale Akteure, Interessenlagen und aktuelle Dynamiken des Nahostkonflikts. Ziel ist es, die Komplexität des Konflikts verständlich darzustellen, aktuelle Ereignisse einzuordnen und vereinfachende Narrative zu hinterfragen.
Der zweite Teil des Workshops ist als interaktives Rollenspiel konzipiert: Die Teilnehmenden schlüpfen in verschiedene Rollen und führen eine fiktive, aber realitätsnahe Friedensverhandlung im Rahmen der Vereinten Nationen. Dabei werden aktuelle politische Positionen, Konfliktlinien und diplomatische Herausforderungen nachvollziehbar. Eine abschließende Reflexionsrunde verknüpft die Erfahrungen aus dem Rollenspiel mit der realen politischen Situation und den gegenwärtigen Entwicklungen.
Ziel des Workshops ist ein vertieftes Verständnis des Nahostkonflikts, die Förderung politischer Bildung und Medienkompetenz sowie die Stärkung von Dialog- und Verhandlungskompetenzen. Darüber hinaus soll für globale Zusammenhänge, gesellschaftliche Verantwortung und den konstruktiven Umgang mit kontroversen Themen sensibilisiert werden.
Referent ist François Letocart, der sich seit vielen Jahren in der politischen und demokratischen Bildungsarbeit in Ostbelgien engagiert. Als Fachberater an der Autonomen Hochschule Ostbelgien entwickelt und begleitet er Workshops, in denen Jugendliche sich aktiv mit Demokratie, Autokratie und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzen. Seine Arbeit verbindet lokale Bildungsarbeit mit internationaler Erfahrung und eröffnet neue Perspektiven auf Demokratie, Zusammenleben und Verantwortung in einer globalisierten Welt.
Details zur Veranstaltung:
Am 4. Mai, von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr, im IdeenReich, Klosterstraße 16.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Fortbildungsnummer: P0103-26.
Informationen:
oder Tel. 087/59 46 30. Anmeldung erforderlich über die Webseite der VHS: https://vhs-dg.be/kurswelt

