Wochenspiegel

Aus Wendehammer wird Wohlfühlplatz

Neuer sozialer Mittelpunkt

Eupen. Das Clouseviertel hat einen neuen Treffpunkt. Am Wendehammer steht nun eine Multifunktionsbank, auf der man nicht nur sitzen kann: In Regalfächern lassen sich Bücher tauschen, unter der Sitzfläche lagern Spiele. Auf dem Platz sind Spielfeldlinien eingezeichnet, außerdem stehen abbaubare Tore und Netze für Kinder und Erwachsene bereit. Grund genug, die Einweihung zu feiern.

Sorgfältig studiert Loan Populaire die Bauanleitung. Gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen baut der 15-Jährige ein Fußballtor auf. Denn der neue soziale Mittelpunkt „zur Clouse“ ist auch ein Bolzplatz. Entstanden ist er mit bürgerschaftlichem Engagement und einfachen Mitteln. Die Multifunktionsbank schufen die Viertelbewohner gemeinsam mit der Seniorenwerkstatt Unterstadt unter Federführung des Architekten Manfred Lerho. Ein Dach schützt vor Regen. „Eine lebendige Nachbarschaft entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam schöne Momente erleben“, sagt Christa Fort, Vorsitzende des Viertelkomitees.

Der Treffpunkt ist nicht nur für Kinder da, aber auch für sie. Neben Fußballtoren gibt es ein Volleyballnetz und weitere Geräte. „Wir haben die Kinder gefragt und deren Wünsche erfüllt“, sagt Fort. Loan, Sophia, Emilie, Martha, Finjan und andere Kinder halfen beim Aufbau. „Wir wollten etwas Uriges bauen, das in die Landschaft passt“, erklärt Lerho. Die grün gestrichene Bank mit naturbelassenen Baumstämmen trägt nun auch die farbigen Handabdrücke der Beteiligten.

Schöffe Josef Thaeter (CSP) würdigte den Zusammenhalt im Viertel. „Die Mittel aus dem Bürgerbeteiligungshaushalt habt ihr euch erarbeitet und auch verdient“, sagte er. Besonders lobte er die Spielfelder: „Wenn Kinder und Jugendliche hier beschäftigt sind, wird das nie ohne Leute sein.“ Zugleich erinnerte er an den gewünschten Radanschluss. Die Monschauer Straße hat im Clouseviertel weder Radweg noch Bürgersteig; deshalb prüft das Komitee eine Führung über die Felder, damit Kinder sicher unterwegs sein können.

Der neue Treffpunkt ist nur eine von vielen Aktivitäten. Eine WhatsApp-Gruppe hilft beim Austausch in der Nachbarschaft, etwa wenn Werkzeug gebraucht wird. Auch die Weiße Tafel organisiert das Komitee. Zur Einweihung wurde sie kurzerhand auf den Platz verlegt: Mit Grillgut, Salaten und Bratwürsten vom nahen Gut Rott feierten die Viertelbewohner ihren neuen Mittelpunkt.

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