Wochenspiegel

Die Polizeizone Weser-Göhl informiert

Vermehrte Meldungen von Trickdiebstahl durch die „Umarmungs-Masche“

Ostbelgien. – Auf dem Gebiet der Polizeizone Weser-Göhl ist es in den letzten Wochen zu mehreren Diebstählen durch den sogenannten „Umarmungs-Trick“ gekommen.

Kriminelle nutzen dabei die Hilfsbereitschaft, Verwirrung oder Gutmütigkeit ahnungsloser Passanten aus, um unbemerkt Wertsachen wie Geldbörsen, teure Armbanduhren oder Halsketten zu stehlen.

Zielgruppe sind vor allem ältere Menschen, es kann aber dennoch jeden treffen.

So funktioniert die Masche:

Die Täter gehen bei diesem Trickbetrug strategisch vor und nutzen den Überraschungsmoment:

• Der Vorwand: Die Kriminellen steigen aus dem Auto aus oder fragen aus dem Auto heraus nach dem Weg (oft zum Krankenhaus oder Bahnhof), um Kontakt herzustellen.

• Die Schenkung: Als angeblicher Dank für die Hilfe wird dem Opfer wertloser Modeschmuck aufgedrängt und angelegt.

• Der Griff: Beim Anlegen des „Geschenks“ oder der darauffolgenden Umarmung (gegebenenfalls durch das Autofenster) nutzen die Täter geschickte Griffe. Sie öffnen unbemerkt den Verschluss des echten Schmucks des Opfers und tauschen ihn gegen die wertlose Ware aus.

• Die Flucht: Bevor das Opfer den Diebstahl bemerkt, fahren die Täter mit dem Auto davon.

Wichtige Verhaltenstipps der Polizei:

• Halten Sie Abstand: Seien Sie vom Prinzip her misstrauisch, wenn fremde Personen Sie ansprechen. Treten Sie niemals dicht an ein fremdes Auto heran, dessen Insassen Sie ansprechen. Halten Sie mindestens zwei Armlängen Abstand.

• Lehnen Sie Geschenke strikt ab: Nehmen Sie niemals Schmuck oder andere Präsente von Unbekannten auf der Straße an.

• Unterbinden Sie Körperkontakt: Verbitten Sie jede unerwünschte Berührung. Lassen Sie sich nicht umarmen oder an Ihren Hals, Ihre Handgelenke oder Ihre Taschen fassen.

• Mach Sie auf sich aufmerksam: Wenn Ihnen eine Situation verdächtig vorkommt, oder Sie bedrängt werden, rufen Sie laut um Unterstützung. So verschaffen Sie sich die Aufmerksamkeit anderer Passanten.

• Verständigen Sie die Polizei: Sie bemerken, dass man versucht Sie auszurauben: Wählen Sie sofort den Polizeinotruf 101! Auch wenn Sie den Diebstahl erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerken, gilt es die Polizei zu verständigen.

• Merken Sie sich Kennzeichen und Personen: Versuchen Sie, sich das Autokennzeichen, die Marke, die Farbe des Fahrzeugs sowie das Aussehen und sprachliche Merkmale der Insassen genau zu merken.

Auch unter dem Deckmantel einer Unterschriftenaktion oder des Spendensammelns kommt es immer wieder zu Diebstählen aus Geldbörsen oder der Kleidung der Betroffenen, die spenden wollen. Auch hier gilt es Achtsam zu sein und Abstand zu wahren.

Gerne stehen Ihnen die Kollegen und Kolleginnen des Dienstes für Kriminalprävention der Lokalen Polizeizone Weser-Göhl für Fragen und weitere Informationen unter der Rufnummer 087/450428 oder per E-Mail pz.wesgo.vorbeugung@police.belgium.eu zur Verfügung. Ihre Polizei

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