Die Lupe VoG
Eupen. – Am Dienstag, dem 13. Oktober findet um 19 Uhr ein Themenabend mit dem Titel „Erst Deutsche, dann Belgier – Der Staatenwechsel 1920 in Ostbelgien“ im Café der KTSV, Stockberger Weg 5A, Eupen statt. Der Eintritt frei (Anmeldung erwünscht).
Ostbelgien war schon immer eine Begegnungszone von Ländern und Kulturen: Hier lebten Menschen, die deutsche Dialekte – im Raum Malmedy auch Wallonisch – sprachen. Wie erlebten diese Menschen nach dem Ersten Weltkrieg den plötzlichen Wechsel von Deutschland zu Belgien?
Der Versailler Vertrag von 1919 sprach Eupen-Malmedy-Sankt Vith sowie Neutral- und Preußisch-Moresnet (heute Kelmis und Neu-Moresnet) Belgien zu – ohne echte Volksabstimmung; Protest war nur über öffentliche Listen möglich, doch die meisten schwiegen. Es folgte eine fünfjährige Übergangsphase unter General-Gouverneur Herman Baltia.
Der Themenabend beleuchtet diesen Umbruch aus verschiedenen Blickwinkeln:
Besatzung, Reichsmark, Zerstörung und Versailles: Ursprung und Begründung der belgischen Gebietsansprüche; Der Gebietswechsel im Detail: Ablauf und Herausforderungen des Übergangs von deutschem zu belgischem Gebiet; Die Bevölkerung: Störte es die Menschen im heutigen Ostbelgien, Belgier zu werden?; Bleiben oder gehen? Am Beispiel von Beamten und Landwirten; Bilanz aus heutiger Sicht: War der Staatenwechsel 1919/20 ein Glücksfall?
Veranstalter des Themenabends ist die Lupe VoG, den fachlichen Input liefert das Zentrum für Ostbelgische Geschichte.
Weitere Informationen und Anmeldungen gibt es unter http://www.lupe.be. Bei Fragen ist das Team der Lupe VoG telefonisch unter 087/55 27 19 oder persönlich im Büro in der Neustraße 93 in Eupen erreichbar. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – Die Mitarbeiter freuen sich auf Sie!

