Wochenspiegel

Autor des Monats: Sempé

Pfarrbibliotheken Eupen St. Nikolaus und St. Josef

Eupen. – Am vergangenen 11. August, ist der französische Zeichner und Karikaturist (Jean- Jacques) Sempé im Alter von fast 90 Jahren verstorben. Seiner freudlosen, von Gewalt beherrschten Kindheit und Jugend entfloh er als Neunzehnjähriger, indem er sich freiwillig zum Militärdienst meldete.

Ab 1957 veröffentlichte er regelmäßig Zeichnungen in bekannten französischen Printmedien wie „Paris-Match“, „L’Express“ oder „Pilote“. Auch außerhalb Frankreichs wurde man nun auf ihn aufmerksam. Seine Zeichnungen erschienen im englischen „Punch“ und in der „New York Times“, für den „New Yorker“ zeichnete er über 100 Titelblätter. Ab 1960 erschien im Verlag Denoel jährlich ein Sammelband seiner Zeichnungen. Bei Kindern und ihren Eltern dürfte Sempés ebenfalls verfilmte Buchreihe mit den Abenteuern des „Kleinen Nick“ unvergessen sein. 2018 sagte Sempé in einem Interview, dass er in den Zeichengeschichten rund um den kleinen Nick das Elend seiner Jugend wiederbelebt, dabei aber sichergestellt habe, das alles gut ausging. Der mit Sempé befreundete deutsche Schriftsteller Patrick Süskind meinte auch in dessen Zeichnungen neben viel Heiterkeit immer auch eine gewisse Melancholie, eine „hintergründige Angst und Trauer“ zu spüren. „Mensch zu sein erfordert enorm viel Tapferkeit“ bekannte Sempé einmal selber, er zeichne, weil er sich selbst und die Welt nicht verstehe. Über die Menschen lerne er am meisten, indem er sie beobachte.

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