Wochenspiegel

weMind. Filmtage

Alter Schlachthof

Eupen. – Vom 25. bis zum 27. Oktober, finden die weMind. Filmtage im Alten Schlachthof Eupen statt. Die ausgewählten Filme bilden Gesellschaftszustände und politische Realitäten ab, die selten ins öffentliche Wahrnehmungsfeld gerückt werden. Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Chudoscnik Sunergia, miteinander Teilen und Info Integration des Belgischen Roten Kreuzes. Beginn der Abendaufführungen ist jeweils um 20.00 Uhr. Offene Schulaufführung: 13.30 Uhr. Die weMind. Filmtage starten am Dienstag, dem 25. Oktober, mit einem Dokumentarfilm (Deutschland, Finnland 2021) von Antonia Kilian. Im Film „The other side of the river“ entkommt die Kurdin Hala einer arrangierten Ehe, indem sie den Euphrat überquert und bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause findet.

Die Bilder schildern den entschlossenen, revolutionären Weg der Hala und beleuchten gleichzeitig eine andere, parallele Lebenserfahrung: die eigenen Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin und kulturelle Außenseiterin in einer Situation, in der der Begriff „militanter Feminismus“ durchaus wörtlich verstanden werden könnte. Im Anschluss an den Film findet ein Zuschauergespräch statt. Am Mittwoch, den 26. Oktober, wird der Spielfilm „Borga“ (Drama – Deutschland, Ghana 2021) gezeigt. Die beiden Brüder Kojo und Yoofi wachsen auf der Elektroschrottdeponie Agbogbloshi auf, die sich in Ghanas Hauptstadt Accra befindet. Eines Tages lernt Kojo einen Borga aus Deutschland kennen. Er lässt seine Familie zurück, um selber ein Borga zu werden.

Als er nach einer fünfjährigen Odyssee in Deutschland ankommt, merkt er schnell, dass er einem Mythos nachgejagt ist. Aber zurückgehen ist keine Option. Im Anschluss an den Film wird es Häppchen und ein Konzert geben. Der am Donnerstag, dem 27. Oktober, als Schulaufführung gezeigte Dokumentarfilm (Irak, Syrien 2015) „Life on the border“, präsentiert sieben Kurzfilme von Kindern und Jugendlichen, die in den Flüchtlingslagern im Norden Syriens und des Irak Unterschlupf vor Krieg und Gewalt gefunden haben. Das Projekt wurde von dem kurdisch-iranischen Regisseur Bahman Ghobadi umgesetzt. In der Abendaufführung am Donnerstag, dem 27. Oktober, wird der Spielfilm „Ballade von der der weißen Kuh” (Drama – Iran, Frankreich 2021) gezeigt. Das Drama erzählt eindringlich und in meisterlichen Bildkompositionen von den Folgen eines fatalen Justizirrtums. Mit großer Intensität und starkem Spiel beeindruckt Regisseurin Maryam Moghaddam als Mina, die mutig ihren Weg geht und die Frage nach moralischer und gesellschaftlicher Schuld aufwirft. „Ballade von der weißen Kuh“ ist großes iranisches Kino, das tief berührt. Im Anschluss an den Film wird es ebenfalls ein Konzert geben.

Infos und Tickets unter:

http://www.alter-schlachthof.be

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