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Ostbelgien. – Schwerhörigkeit ist nicht automatisch eine einfache Erscheinung des Alters, sondern in vielen Fällen auch das Resultat einer längeren und regelmäßigen Exposition im Lärm, in den früheren Lebensjahren.
Aber was ist Lärm eigentlich? Lärm ist nichts anderes, als die Energie (die Lautstärke), mit der ein Schall auf unser Gehör trifft. Diese Energie wird gemessen in Dezibeleinheiten, wobei gilt: ein Pegel von 120 Dezibel ist unsere Schmerzgrenze. Darüber hinaus gehende Werte führen zu starker Abnutzung unseres menschlichen Gehörs. Wer sich also regelmäßig, bisweilen gar dauerhaft, einer starken Lärmquelle aussetzt, beansprucht sein Gehör und riskiert eine Schädigung, die unwiderrufbar ist.
Daran werden auch die besten Hörgeräte im Alter nichts mehr ändern können! Hörgeräte sind lediglich Hilfsmittel für noch gesunde Hörsinneszellen in unserem Innenohr, und können abgestorbene Zellen nie ersetzen.
Ein normales Gespräch zwischen zwei Personen, liegt im Bereich eines Lautpegels von rund 60 Dezibel. Der durchschnittliche Geräuschpegel in einer Discothek liegt bei 110 Dezibel.
Aber nicht alleine der punktuell gemessene Wert ist zu berücksichtigen, sondern auch die Dauer der Lärmexposition: 85 Dezibel Lärmbeeinflussung dauerhaft an 8 Stunden am Tag können noch als ungefährlich gelten. Steigt der Pegel aber auf 88 Dezibel, und ist man dieser Lautstärke während 8 Stunden am Tag ausgesetzt, sind spätere Hörschädigungen schon eher zu erwarten. Das hat damit zu tun, dass die Messeinheit eine logarithmische Größe ist: 40 Dezibel sind dann nicht das doppelte von 20 Dezibel, sondern schon das Zehnfache!
Und eine Erhöhung um 3 Dezibel entspricht einer Verdopplung des Lärmpegels.
Ist man sich dessen bewusst, und weiß man, dass eine vollaufgedrehte HiFi-Anlage schon 125 Dezibel erreicht, oder beim Rockkonzert 140 Dezibel erreicht werden, kann man sich leichter vorstellen, welche Abnutzung des Gehörs damit verbunden sein kann.
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