Wochenspiegel

Umzug an den Melkroboter

Vorteile und Tücken

Flexiblere Arbeitszeiten und konkrete Entlastung, das wünschen sich auch viele Milchbauern in der Region. Helfen kann in solch einem Fall ein Melkroboter, der es den Tieren ermöglicht, eigenständig, rund um die Uhr gemolken zu werden. Immer mehr Betriebe greifen auf solch eine Lösung zurück, doch der Umstieg muss gut vorbereitet werden. Denkt ein Betrieb über den Umstieg nach, ist es hilfreich, sich mit Kollegen auszutauschen, die den Schritt bereits gewagt haben. Auch ein praktisches Austesten der Maschinen sollte in diesem Rahmen wahrgenommen werden. Eine individuelle und neutrale Beratung sind das A und O für die richtige Entscheidung und das Tierwohl. Bei einem Umstieg auch ein automatisiertes Melksystem sollten außerdem die Kosten im Auge behalten werden: 1 bis 3 Cent wandern in der Regel in die Arbeitserledigungskosten. Das kann dazu führen, dass Kühe rund 10 Prozent mehr Milch geben müssen, um die Mehrkosten zu decken. Des Weiteren ist es wichtig darauf zu achten, dass die Tiere sich angst- und stressfrei mit der Maschine auseinandersetzen können. Sobald sich eine Drängelei um den Melkroboter bildet, kann das zu einem negativen Erlebnis für die Tiere führen, eventuell wollen diese die Maschine im Anschluss nicht mehr eigenständig betreten. Daher gilt, dass immer weniger als 10 Prozent der Herde nachgetrieben werden sollten. Hand in Hand mit diesem Umstand geht jedoch auch die Arbeitsfläche auf der die wartenden Tiere sich befinden.

Diese muss natürlich groß genug sein. Kranke Tiere müssten beispielsweise gesondert untergebracht werden, damit ihre Milch nicht mit der der anderen Tiere gemischt wird. Sind diese Punkte jedoch erst einmal geklärt, kann der Melkroboter zum Einsatz kommen. Für jedes Tier misst dieser individuell die Zitzenkoordinaten aus und melkt die Kuh anschließend eigenständig.

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