Wochenspiegel

Nachimpfung für Menschen mit geschwächtem Immunsystem

Dritte Impfdosis: Einladungen ab Mitte September

Ostbelgien. – Vollständig geimpfte Personen sind weitgehend vor schweren Erkrankungen und Tod durch COVID-19 geschützt. Neueste Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass immungeschwächte Personen nach einer Grundimpfung weniger geschützt sind. Die Immunantwort dieser Patienten kann mit der Verabreichung einer zusätzlichen Dosis verbessert werden. Daher hat der Hohe Gesundheitsrat empfohlen, diese Hochrisikopatienten zu einer zusätzlichen Impfung einzuladen.

Wer sollte ein drittes Mal geimpft werden?

Es geht um Personen ab 12 Jahren, deren Immunsystem aufgrund einer bestimmten Krankheit oder Behandlung geschwächt ist. Sie sollen eine zusätzliche dritte Dosis im Rahmen der Basisimpfung erhalten, um bestmöglich vor einem schweren Krankheitsverlauf, einem Krankenhausaufenthalt oder sogar dem Tod durch COVID-19 geschützt zu sein.

Dies sind Patienten:

• mit angeborenen Immunstörungen

• mit chronischer Nierendialyse

• mit Entzündungskrankheiten, die mit Immunsuppressiva behandelt werden

• mit Blutkrebs oder anderen bösartigen Tumoren, die aktiv behandelt werden oder in den letzten drei Jahren behandelt wurden

• vor der Transplantation sowie Stammzellen- und Organtransplantierte

• mit HIV-Infektion mit einer CD4-Zellzahl unter 200 pro mm³ Blut

Es handelt sich in Belgien um insgesamt ca. 300.000 bis 400.000 Personen.

Wann und wo werden die Impfungen vorgenommen?

Ab Mitte September werden entsprechende Einladungen versendet. Dies erfolgt wie bisher automatisch. Auch die dritte Dosis wird im Impfzentrum verabreicht. Bettlägerige Patienten und solche, die ihren Wohnort nicht ohne weiteres verlassen können, können zu Hause durch ihren Hausarzt geimpft werden. Nierendialysepatienten werden im Dialysezentrum geimpft.

Wie kommt die Liste der Hochrisikopatienten zustande?

Die Liste dieser Hochrisikopatienten speist sich aus drei Quellen: dem Krebsregister, den Angaben der Krankenkassen und einer Auswahl der Hausärzte. Auch hier werden die Einladungen von alt nach jung priorisiert. Diese Listen werden in einem sicheren Zentralregister zusammengefasst. Die Privatsphäre wird dabei respektiert. Die einzige Information, die die Datenbank enthält, ist der Status „erhöhtes Risiko“. Sie enthält keinerlei Informationen über den Gesundheitszustand der Personen.

Es besteht eine geringe Chance, dass ein Risikopatient nicht auf der Liste der Risikopatienten steht. Hausärzte können die Liste ab dem 8. September ergänzen, falls notwendig. Wer einen regulären Hausarzt hat, der die globale Patientenakte (GMD) führt, muss nichts unternehmen. Sie können dann einfach auf Ihre Einladung warten.

Für diese dritte Impfdosis wird ein mRNA-Impfstoff (Moderna oder Pfizer) genutzt.

Wie können Sie herausfinden, ob Sie auf der Liste der gefährdeten Personen stehen?

Ab dem 20. September können Sie selbst überprüfen, ob Sie auf der Patientenliste stehen, und zwar über http://www.myhealthviewer.be oder über http://www.meinegesundheit.be

Mehr Informationen bei Guido Jost, Referent für Gesundheit, Fachbereich Gesundheit und Senioren, Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Tel. 087/78 99 33, Mail: guido.jost@dgov.be.

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