Wochenspiegel

Thema: 100 J. unabhängiges Irland

Pfarrbibliotheken Eupen St. Nikolaus und St. Josef

Eupen. – Das heutige zu Großbritannien gehörende Nordirland hat eine Fläche von 5442 m2 , das sind 17% der Insel Irland. Die verbleibenden ca. 27136 m2 wurden 1922 im Verlauf eines blutigen Bürgerkriegs von England als „Freistaat“ in die Unabhängigkeit entlassen.

Formal glich dieser Irische Freistaat allerdings einem Dominion im Britischen Empire. Ein eigenes Gesetz legte zwar die 250 Meilen lange Grenze zwischen Nord- und Südirland fest, schrieb aber auch einen Eid aller Iren auf die englische Krone vor. Damit wollten sich die Befürworter der irischen Unabhängigkeit jedoch nicht abfinden.

Ihr zäher Widerstand setzte schließlich durch, dass aus dem Freistaat 1939 de facto und 1949 auch de jure die „Republic of Ireland“ wurde. Die Hoffnung. dass damit in die seit Jahrhunderten von Gewalt und Gegengewalt bestimmte irische Geschichte mehr Ruhe einkehren würde,

erfüllte sich indessen nicht.

Der Hauptgrund für die andauernde Auseinandersetzung war der ungeklärte Status der protestantischen Minderheit im Süden und des katholischen Bevölkerungsteils im Norden Irlands. Es folgten Jahrzehnte des Terrors, vor allem in Nordirland, zwischen den von England verteidigten Protestanten und den von der südirischen paramilitärischen IRA protegierten Katholiken. Nach einem langen, vom amerikanischen Präsidenten Bill Clinton begleiteten Friedensprozess, unterzeichneten die Gemäßigten beider

Lager am Karfreitag 1998 ein Friedensabkommen, das bis heute Bestand hat.

Ein Staatsbesuch der englischen Königin in der Republik Irland im Mai 2011 zementierte mit starken symbolischen Gesten die Normalisierung der Verhältnisse.

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