Wochenspiegel

Thema des Monats: 1949 Deutschland wird geteilt

Öffentliche Pfarrbibliotheken St. Nikolaus und St. Josef

Eupen. – Aus Protest gegen die Empfehlungen der Londoner Sechsmächtekonferenz im Februar- März 1948 zur wirtschaftlichen Eingliederung der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszonen Deutschlands in Westeuropa und zur Konstituierung einer verfassungsgebenden Versammlung für Westdeutschland verließ der sowjetische Militärgouverneur am 19. März 1948 den Kontrollrat, der danach nicht mehr zusammentrat. Die verschiedensten Währungsreformen in den Westzonen und der Ostzone bestimmten die westlichen Alliierten, als die Russen ihre Währung auch für die vier Zonen Großberlins einführten, in ihren Sektoren die Westmark zuzulassen. Daraufhin blockierte die Sowjetunion am 24. Juni Westberlin und sperrte die Zufahrtswege über Land und Wasser dorthin. Die Bemühungen der Alliierten für Gesamtdeutschland eine effektive gemeinsame Regierung zu errichten, waren damit gescheitert. Am 26. Juni nahmen die westlichen Alliierten den Betrieb einer sogenannten Luftbrücke auf, die die Existenz Westberlins mit Versorgungs- und Wirtschaftsgütern sichern sollte. Die Sowjetunion verließ nun ebenfalls die alliierte Kommandatur Berlins. Demokratische Wahlen waren alleine im Westen der Stadt noch möglich. Am 12. März 1949 brachen die Sowjets die Blockade ab. Die sogenannten Rosinenbomber hatten das Überleben Westberlins erfolgreich verteidigt. Der Traum eines wieder vereinten deutschen Staates rückte indessen in weite Ferne. Am 23. Juni 1949 trat für die drei Westzonen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Schon am 30. Mai wurde für die sowjetische Zone die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik verkündet.

Es sollte vierzig Jahre dauern, ehe die Teilung Deutschlands überwunden wurde.

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