Wochenspiegel

Der Buchsbaumzünsler – kleine Raupe, große Gefahr für unsere Gärten

Was zunächst unscheinbar wirkt, hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Bedrohung für Gärten und Grünanlagen entwickelt: der Buchsbaumzünsler. Ursprünglich aus Asien stammend, hat sich der Schädling seit etwa 2017 rasant auch in Belgien und weiten Teilen Europas ausgebreitet – mit teils verheerenden Folgen.

Die eigentliche Gefahr geht von den Raupen aus. Sie sind nur wenige Zentimeter lang, richten aber enorme Schäden an. Innerhalb kurzer Zeit können sie ganze Buchsbaumhecken kahlfressen. Zurück bleiben braune, abgestorbene Pflanzen – ein frustrierender Anblick für Gartenbesitzer und Kommunen gleichermaßen.

Sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen, werden die Raupen aktiv – oft schon ab März. Genau dann ist der richtige Zeitpunkt, um einzugreifen. In diesem frühen Stadium sind die Raupen besonders empfindlich und lassen sich mit gezielten Maßnahmen gut bekämpfen.

Als besonders wirksam gelten biologische Mittel auf Basis von sogenannten entomopathogenen Mikroorganismen. Diese greifen gezielt die Raupen an, ohne andere Tiere oder die Umwelt zu schädigen. Wichtig ist dabei der richtige Zeitpunkt: Behandlungen sollten an sonnigen, aber nicht zu heißen Tagen erfolgen, wenn die Raupen aktiv sind.

Ob im privaten Garten, im öffentlichen Park oder in sensiblen Bereichen wie Schulen und Krankenhäusern – für jede Umgebung gibt es geeignete Bekämpfungsstrategien. Während in privaten Gärten eine größere Auswahl an Mitteln zur Verfügung steht, gelten in öffentlichen oder besonders geschützten Bereichen strengere Regeln.

Im Laufe des Jahres verändert sich zudem der Entwicklungszyklus des Schädlings.

Während im Frühjahr vor allem Raupen auftreten, schlüpfen im Frühsommer die ersten Schmetterlinge. Im Sommer sind schließlich alle Stadien gleichzeitig vorhanden. Dann wird es besonders wichtig, auch die Falter zu überwachen und gezielt zu bekämpfen, etwa mit Fallen.

Ein entscheidender Faktor im Kampf gegen den Buchsbaumzünsler ist die Zusammenarbeit. Da sich die Tiere schnell ausbreiten, reicht es nicht aus, wenn nur einzelne Gartenbesitzer handeln. Nur wenn viele gleichzeitig aktiv werden, lässt sich die Population nachhaltig eindämmen.

Fachstellen wie das Gartenbau-Versuchszentrum der Wallonie (www.cehw.be) liefern während der Saison regelmäßig aktuelle Empfehlungen und helfen dabei, den richtigen Zeitpunkt für Maßnahmen zu bestimmen.

Der Buchsbaumzünsler ist zwar hartnäckig, aber nicht unbesiegbar. Mit dem richtigen Wissen, dem passenden Zeitpunkt und umweltfreundlichen Methoden lässt sich der Schädling erfolgreich bekämpfen. Wer früh handelt und aufmerksam bleibt, kann seine Buchsbäume schützen – und dazu beitragen, dass auch Parks und Gärten in Zukunft grün und lebendig bleiben.

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