Wochenspiegel
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Eupen will seinen Wochenmarkt neu beleben

Eupen. – Wie lässt sich der Eupener Wochenmarkt attraktiver gestalten? Diese Frage will das Rathaus nicht auf Basis einzelner Meinungen beantworten, sondern repräsentativ klären. Am Freitag startete dazu eine Bürgerbefragung, die bis Ende November laufen und zum Jahresende ein klareres Bild der Wünsche und Erwartungen liefern soll.

Gerade in den Wintermonaten zeigt sich auf dem Werthplatz mitunter ein trostloses Bild: wenige Händler, kaum Besucher. RSM-Geschäftsführer Alain Brock beschönigt das nicht, betont aber, dass dies kein rein Eupener Problem sei. Viele Märkte hätten mit verändertem Einkaufsverhalten zu kämpfen. Dennoch wolle man die Entwicklung nicht hinnehmen, sondern prüfen, wie gegengesteuert werden kann.

Auch die Schöffin Joëlle Birnbaum-Köttgen (PFF) spricht von einem emotionalen Thema. Der Freitagsmarkt sei mehr als ein Einkaufsort: Er gehöre zur Identität der Stadt, sei Treffpunkt und wichtig für die Belebung der Innenstadt. Gleichzeitig hätten sich die Erwartungen der Besucher verändert, was sich in rückläufigen Zahlen bemerkbar mache.

Die Umfrage umfasst 19 Multiple-Choice-Fragen und ist über die Webseiten der Stadt Eupen und des Rates für Stadtmarketing erreichbar, auch per QR-Code. Laut Brock dauert das Ausfüllen rund drei Minuten. Wer nicht digital teilnehmen möchte, erhält Unterstützung in der Tourist Info am Rathausplatz. Zudem wird bis Ende November regelmäßig ein Mitarbeiter auf dem Freitagsmarkt sein, um zu informieren und beim Ausfüllen zu helfen.

Erfasst werden sollen nicht nur die Meinungen regelmäßiger Marktbesucher und Händler, sondern auch jene potenzieller Besucher, Einzelhändler, Gastronomen und Übernachtungsbetriebe. „Wir wollen auf Basis von Fakten entscheiden, nicht einzelner Meinungen“, betont Birnbaum-Köttgen. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto belastbarer seien die Ergebnisse.

Welche Maßnahmen daraus entstehen, soll erst nach der Auswertung entschieden werden. Denkbar seien Anpassungen bei Standort, Uhrzeit, Angebot oder Konzept. Auch ein anderer Rhythmus, etwa ein monatlicher Markt mit Rahmenprogramm statt eines wöchentlichen Termins, könnte geprüft werden.

Ziel sei es, den Freitagsmarkt langfristig zu sichern, zu stärken und weiterzuentwickeln – bestehende Kunden zu halten und neue Besucher zu gewinnen. Konkrete Handlungsfelder werden in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet.

An der Umfrage teilnehmen kann man auf: eupen.be und eupenlives.be.

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