St. Nikolaus-Hospital stärkt Brustdiagnostik mit modernster 3D-Mammographie
Eupen.- Anlässlich des „Rosa Oktobers“ nimmt das St. Nikolaus-Hospital in Eupen ein digitales Mammographiegerät der neuesten Generation in Betrieb. Ziel ist es, die Brustdiagnostik vor Ort zu stärken und mehr Frauen zur Brustkrebsfrüherkennung zu ermutigen.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Belgien. 2023 wurden über 11.500 Neuerkrankungen registriert. Die Fünfjahresüberlebensrate liegt bei rund 93 %. Eine frühzeitige Diagnose ist daher entscheidend.
Das neue Gerät bietet eine großwinklige 3D-Tomosynthese und eine KI-gestützte Bildauswertung. In weniger als fünf Sekunden entstehen 25 Aufnahmen mit niedriger Strahlendosis über einen Winkel von 50 Grad. Die Technologie verbessert die Darstellung auffälliger Veränderungen und wurde durch die Deutschsprachige Gemeinschaft finanziert. Die Tomosynthese stellt das Brustgewebe in dünnen Schichten dar und kann helfen, Läsionen und Mikrokalzifikationen besser sichtbar zu machen. Das Angebot ergänzt die lokale Versorgung in Eupen.
„Unsere Patientinnen profitieren vor Ort von derselben modernen Technologie wie in großen Referenzzentren“, erklärt Dr. Jean-François Monville, Facharzt für Brustdiagnostik.
Frauen zwischen 50 und 69 Jahren können alle zwei Jahre kostenlos am organisierten Brustkrebsfrüherkennungsprogramm (Mammotest) teilnehmen. Das St. Nikolaus-Hospital ist dafür zugelassen. Die Untersuchung steht auch Frauen außerhalb der Deutschsprachigen Gemeinschaft offen und wird auf Deutsch und Französisch angeboten. Zwei Fachärzte beurteilen die Aufnahmen unabhängig voneinander.
Da 53 % der Brustkrebsdiagnosen Frauen außerhalb dieser Altersgruppe betreffen, ist eine individuelle Risikobewertung wichtig. Dabei spielen Alter, familiäre Vorbelastung und mögliche Beschwerden eine Rolle. Frauen außerhalb des Programms sollten mit ihrem Arzt klären, ob eine Untersuchung sinnvoll ist.
Ein erfahrenes Team von Spezialisten für Brustdiagnostik bietet neben Mammographien auch Brust-MRTs und Biopsien an. Die enge Zusammenarbeit mit der Onkologie und dem Labor vor Ort unterstützt eine zügige und zuverlässige Diagnostik.
Während des Oktobers informieren vier zweisprachige Tafeln im Krankenhaus über Brustkrebs, Früherkennung und Diagnosemöglichkeiten. Begleitet wird die Kampagne durch eine rosa Beleuchtung der Krankenhausfassade an der Verbindungsbrücke zwischen den Gebäudeteilen A und Z.
Termine – Medizinische Bildgebung: 087/59.96.40

