Wochenspiegel

Neue Impulse für die Autismusförderung

Dank Erasmus+ über Grenzen hinweg voneinander lernen:

Eupen. – Die Pater-Damian-Förderschule setzte in diesem Schuljahr mit einem Erasmus+-Projekt einen besonderen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung ihrer Arbeit mit Kindern im Autismus-Spektrum. Ziel der Initiative war es, neue fachliche Impulse zu gewinnen, bewährte Konzepte weiterzuentwickeln und die Förderung der Schülerinnen und Schüler an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten.

Ein wichtiger Baustein des Projekts war die Teilnahme mehrerer Logopädinnen an einer Fortbildung in Ulm. Dort erhielten sie vertiefende Einblicke in aktuelle Förderansätze. Im Mittelpunkt standen die Themen Kommunikation und Interaktion, die Wahrnehmungsverarbeitung sowie das emotionale und sensorische Wohlbefinden von Kindern im Autismus-Spektrum. Darüber hinaus wurden praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit herausfordernden Situationen vorgestellt, wobei stets ein wertschätzender und ressourcenorientierter Blick auf die Kinder im Vordergrund stand.

Zusätzlich nutzte das gesamte Team der PDF die Gelegenheit, unterschiedliche Förderkonzepte kennenzulernen. PädagogInnen, UnterstützerInnen sowie Therapeutinnen und die Schulleitung hospitierten in ausgewählten Förderschulen im nahen, grenzüberschreitenden Raum, darunter Einrichtungen in Herzogenrath, Frechen, Köln und Bonn. Parallel zum Erasmus-Projekt besuchten zwei Kolleginnen eine spezialisierte Schule mit Förderschwerpunkt Autismus in der Schweiz und konnten dort weitere internationale Erfahrungen sammeln.

Die Besuche ermöglichten vielfältige Einblicke in die praktische Umsetzung autismusspezifischer Förderung. Neben strukturierten Unterrichtsformen lernten die Teilnehmenden verschiedene Methoden zur Unterstützung von Kommunikation, Selbstständigkeit und sozialem Miteinander kennen. Zugleich entstand ein intensiver fachlicher Austausch mit den gastgebenden Schulen, der zahlreiche Anregungen für die eigene pädagogische Praxis lieferte.

Die Teilnehmenden kehrten mit zahlreichen Anregungen, neuen Methoden und einem erweiterten Netzwerk nach Eupen zurück. Das Erasmus+-Projekt machte erneut deutlich, welchen Mehrwert europäische Bildungsprogramme bieten: Sie fördern Innovation, stärken den fachlichen Austausch über Ländergrenzen hinweg und tragen nachhaltig zur Weiterentwicklung pädagogischer Arbeit bei. Mit großer Dankbarkeit blickt das Team auf die bereichernden Erfahrungen zurück und sieht der zukünftigen Umsetzung der neuen Impulse mit Motivation und Zuversicht entgegen.

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