Konrad Beikircher sagt „Arrivederci Roetgen“
Achtung, abgesagt!
Roetgen.– Am 31. Oktober dieses Jahres sagt Konrad Beikircher „Arrivederci Roetgen!“ Wie Arrivederci? Ja! Arriverderci! Herrgott nochmal. Irgendwann muss ja mal Schluss sein. Aber einmal noch möchte Konrad Beikircher in die Runde schauen, was es denn alles gegeben hat in diesen 60 Jahren, seit denen er im Rheinland ist. Davon 47 Jahre auf der Bühne.
Für ihn ist das Rheinland ein ganz besonderes Universum. Und dennoch: „Ich habe noch was Anderes zu tun, als Euch zum Lachen zu bringen“, sagt er. Und das seien (im Moment) zwei Enkelinnen und zwei Enkelchen. „Und ich muss mich um meine Gesundheit kümmern“, heißt es weiter, denn er sei kein Johannes Heesters (108 Jahre alt geworden), sondern ein ganz normaler Grenzgänger zwischen Italien, Südtirol und dem rheinischen Universum.
Und weil es im Rheinland heißt: „Niemals geht man so ganz“, werde man sich sicher hier und da noch einmal begegnen. Wer weiß. „Aber bis dahin freue ich mich wie jeck auf Sie und eine letzte Runde Beikircher in Roetgen“, gibt er mit auf den Weg. Und danach? „Kumme losse“ (Kommen lassen).
Abschied ist ein schweres Schwert, das weiß man. Abschied tut weh, weckt aber auch schöne Erinnerungen. Der Abschied von Konrad Beikircher in Roetgen soll „ein ganz besonderer Abschied“ werden. Der Kulturkreis Roetgen hat sich eigens einen ganz besonderen „Knüller“ ausgedacht. Und da kommt Norbert Siebertz wieder ganz groß raus: „Ich habe mir Gedanken gemacht, wie man so einem herausragenden Kabarettisten, einem Südtiroler, der aber durch und durch Rheinländer ist, einen würdigen Abschied bescheren kann“, sagt er. Es ist ihm gelungen, „lokale Künstler“ zu gewinnen, die sich spontan bereiterklärt haben, bei diesem sensationellen, emotionalen Abend, mitzuwirken.
Als da wären Hubert vom Venn, der Konrad Beikircher schon lange kennt. Er wird eine Kurzgeschichte der beiden Kabarettisten erzählen. Beikircher zu Ehren bringt der Lovely Mr. Singing Club eigens ein A-capella-Stück zu Gehör. „Ich warte noch auf die Zusage von Paul Hombach von den ‘Springmäusen’, der würde mit einem Medley am Klavier dann seinen langjährigen Kollegen und Freund verabschieden“, verrät Norbert Siebertz weiter. Und zum Schluss setzt Lothar Havenith alias Frank Sinatra mit dem Welthit „My Way“ den finalen Schlusspunkt einer sicher grandiosen Abschieds-Party. „Das ist doch mal ein Highlight für Roetgen“, freut Norbert Siebertz sich bereits auf Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr, im Bürgersaal in Roetgen. Tickets sind schon zu haben. (der)

