Wochenspiegel

Ausstellung – Henrike Naumann

IKOB

Eupen. – Wir starten am 22. Januar, um 15.00 Uhr mit Begrüßung und Direktorenansprache. Danach stoßen wir gemeinsam mit Hotdogs, Bier und den anwesenden Künstler:innen auf die drei Ausstellungen an. Über die Ausstellungen: Henrike Naumann komponiert Installationen, die zugleich historische Räume und Ausstellungsräume sind. Ihre größte Inspiration dabei ist ihre eigene Lebensgeschichte.

Sie wurde in der DDR geboren und erlebte die Veränderungen ihres Heimatlandes aktiv mit und spürt immer der Frage nach, wie die Gestaltung von Räumen und Objekten unbewusst auf uns wirkt. Möbel, mit denen wir unsere Innenräume ausstatten und die eine vermeintliche Neutralität aufweisen, stellt Neumann infrage, fokussiert sich auf deren ideologische Botschaften und baut eine Brücke zwischen Historie, Innenarchitektur und dem kollektiven Unterbewussten. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Centre d’art contemporain – la synagoge de Delme statt, wo Henrike Naumann 2021 dieselbe Ausgangsfrage – nur eben im Norden Frankreichs – stellte. Merle Vorwalds Arbeit Dauergloss (2023) ist eine Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in Deutschland nach 1945 – als Kontinuität zwischen 3. Reich, BRD und rechter Realität der Gegenwart sowie als prägendes Element der eigenen Familiengeschichte der Künstlerin. Hierzu nahm sie die Biografie ihres Großvaters, eines Alt-Nazis, als Ausgangspunkt einer künstlerischen Recherche über drei Generationen. Tom Bogaert beschäftigt sich mit seiner Jugendgeschichte als Mitglied eines Flaggenwerfervereins in Brügge – und der Frage, wie es für ihn als Jugendlicher möglich war, derart unreflektiert die flämische Löwenflagge zu werfen. Fortan sammelte er Fotos, Videos und Archivmaterial zusammen, um sie erstmalig im IKOB auszustellen.

Kontaktiert uns…

Folgt uns…

Zur Website von Kurier Journal