„Dorfarchiv Hauset“: Neues Buch im Mai
Hauset. – Der Freundeskreis Dorfarchiv Hauset verkündet stolz die Herausgabe eines neuen Buches des Raerener Künstlers und Schriftstellers Hubert Schiffer, das von seinem Urenkel Christoph Laschet in Platt und Hochdeutsch übersetzt wurde. Wie Walther Janssen wissen lässt, wird diese Neuerscheinung voraussichtlich im Mai erfolgen, man warte noch auf eine Förderung.
Nach dem Buch „Raubritter von Reifferscheidt“ trägt das neue Werk aus der Feder von Christoph Laschet (Raeren) den Titel „Lisbeths Erbschaft und die drei Tratschweiber Tring, Sting und Mecketing“, herausgegeben von den Ehrenamtlichen des Freundeskreises „Dorfarchiv Hauset.“ Christoph Laschet zitiert aus dem Inhalt, dass das neue Buch auf dem letzten, bisher unveröffentlichten Manuskript seines Urgroßvaters, des Raerener Künstlers und Schriftstellers Hubert Schiffer fuße. „Ich habe in mühevoller und liebevoller Kleinstarbeit das Manuskript, man kann sagen, erst einmal transkribiert, denn es war nicht einfach, alles in altdeutscher Sütterlin-Schrift und in Alt- Raerener plattdeutscher Handschrift zu entschlüsseln, um es danach ins Hochdeutsche zu übertragen“, gibt er zu verstehen.
Die Freunde des „Dorfarchiv Hauset“ haben dann auch nicht lange gezögert, auch diesmal wieder als Herausgeber in Erscheinung zu treten, analog wie vor drei Jahren bereits mit der Neuauflage des Romans „Raubritter von Reifferscheidt“, in Raerener Platt und Hochdeutsch.
Walther Janssen (Dorfarchiv) bringt es auf den Punkt: „Es ist genau dieser Erhalt unseres Kulturerbes, diesmal in literarischer Form und in Dialekt, dem sich das Dorfarchiv verschrieben hat, um es für kommende Generationen zu erhalten und zu bewahren.“
Außerdem, so Janssen, sei es wichtig, dass das Dorfarchiv gezielt seine Arbeit über die Grenzen hinweg ausdehne, weil ganz früher ja einmal alles zusammengehört habe. „Das kommt auch in den beiden Büchern zum Ausdruck, so mit Reifferscheidt, Roetgen, Rott und Pissevenn“, sagt Janssen.
Autor Christoph Laschet zitiert kurz einen Textausschnitt, bezogen auf Rott: „Wisst ihr was?, rief da die Sting. „Lasst uns mal nach Rott einen Betweg gehen. Da hören wir dann wie und wann.“ Laschet: Die drei Freundinnen sind dann auch diesen Weg nach Rott gegangen. Sie hatten eine gut bestückte Tasche mit belegten Butterbroten, Kaffeemehl und einen Reisfladen, den sie sonntags beim Bäcker gekauft hatten. Außerdem hatte jede ein kleines Fläschchen mit süßem Branntwein bei sich. Man weiß ja nie, ihnen könnte ja auch mal übel werden. Sie sind betend und redend in Rott angekommen. „Mehr möchte ich nicht verraten“, heißt es vom Buchautor zum Schluss. (der)

