VSZ
Ostbelgien. – Geld begleitet uns ein Leben lang, vom ersten Taschengeld bis zur Altersvorsorge. Doch wenn es finanziell eng wird, herrscht oft Schweigen. Das Thema „Schulden“ ist schambehaftet, weshalb Betroffene Hilfe meist erst suchen, wenn es fast zu spät ist. Auch sonst wird in westeuropäischen Ländern eher wenig über Geld gesprochen.
Die Verbraucherschutzzentrale (VSZ) setzt hier mit einem gezielten Workshop-Angebot an. Ziel ist es, das Tabu zu brechen und insbesondere junge Menschen frühzeitig zu sensibilisieren. „Wir möchten Orientierung geben, damit niemand bei finanziellen Problemen den Kopf in den Sand stecken muss“, so Laure Freichels (Mitarbeiterin der VSZ). Das Themenspektrum reicht vom Haushaltsbudget über die erste Wohnung bis hin zu modernen Schuldenfallen wie In-App-Käufen oder fragwürdigem Finanzinfluencer-Marketing.
Besonders praxisnah gelingt die Vermittlung durch das Brettspiel „Budget im Blick“. Die Teilnehmenden schlüpfen in Rollen wie Erzieherin, Arbeitssuchender oder Versicherungsfachkraft und müssen mit einem festem Monatsbudget wirtschaften – inklusive unvorhergesehener Autopannen oder Steuerrückzahlungen. So wird greifbar, wie man mit begrenzten Mitteln in einer Konsumwelt voller Möglichkeiten besteht.
Das Spiel ist für Multiplikatoren kostenlos bei der VSZ erhältlich. Auf Wunsch unterstützt eine Animatorin direkt bei der Durchführung in Schulklassen oder Gruppen. Die Konzepte sind flexibel für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anpassbar. Weitere Informationen und Materialien finden Sie auf der Webseite der VSZ (www.vsz.be) oder auf Anfrage unter laure.freichels@vsz.be.

