In Hauset hat der Nachwuchs angebissen
Hauset. Nach drei Jahren „Winterruhe“ erwacht der Hauseter Weiher wieder aus dem Dornröschenschlaf. Ein neues motiviertes Team will dem Verein „Lustige Forelle“ neues Leben einhauchen und Jung und Alt für den Angelsport begeistern.
Seit 1984 wird am Hauseter Weiher geangelt. „Zu den besten Zeiten war hier richtig was los. Wöchentlich wurden bis zu 250 Kilogramm Fisch angeliefert“, erinnert sich Vereinsurgestein Karl Aussems. In den vergangenen Jahren wurde dort jedoch kaum noch geangelt. Nun möchte eine neue junge Gruppe an diese Zeiten anknüpfen und den Angelsport am ehemaligen Steinbruch wiederbeleben. Auch Raerens Bürgermeister Mario Pitz begrüßt die Initiative, da es sich um den einzigen Standort für Angelsport in der Gemeinde handelt.
Eine treibende Kraft hinter dem Neustart ist Patrick Hompesch, der wie viele andere schon als Kind am Weiher angeln lernte und mit dem Ort viele Erinnerungen verbindet. Gemeinsam mit Mitstreitern suchte er das Gespräch mit der Gemeinde, um eine Wiederbelebung zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit verlief unkompliziert und positiv. Ziel ist es, den Weiher wieder dauerhaft zu einem Treffpunkt für Angelfreunde aus der Region zu machen.
Auch die nötigen Vorbereitungen wurden pragmatisch umgesetzt: Vereinsmitglieder und Mitarbeiter des Bauhofs packten mit an, renovierten die Vereinsbude und machten die Uferbereiche wieder zugänglich. Dabei halfen vor allem viele engagierte Mitglieder mit handwerklichem Geschick und viel Einsatz.
Der Zuspruch ist groß. „Die Nachricht hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet“, sagt Hompesch. Allein die Facebook-Beiträge des Vereins wurden über 170.000 Mal aufgerufen. Für das erste Wochenende war das Angeln schnell ausgebucht.
Am vergangenen Wochenende konnte erstmals nach der langen Pause wieder öffentlich geangelt werden. Ein Angelschein ist in Belgien nicht notwendig. Künftig soll einmal im Monat öffentliches Angeln stattfinden, zusätzlich sind Kinderangeln und weitere Veranstaltungen geplant.
Zum Start werden rund 200 Kilogramm Forellen in den bis zu sechs Meter tiefen Weiher eingesetzt. Vereinsveteran Karl Aussems freut sich über das neue Engagement: „Es ist schön, dass die nächste Generation nachrückt und die Sache in die Hand nimmt.“ Außerdem hofft man, dass der Weiher wieder zu einem beliebten Treffpunkt für Naturfreunde und Angler aus der gesamten Region wird. So soll am Hauseter Weiher wieder dauerhaft Leben einkehren.

