Bibliothek Kelmis – Veranstaltung
Kelmis. – Eine vergnügliche Stunde mit unserer Muttersprache (von und mit Peter Dinninghoff). Wir öffnen eine Wundertüte, probieren eine Kulturtorte, entdecken Witzfiguren, untersuchen ein Pulverfass und bewegen uns in einer Denkfabrik.
Für Sie wird dieser Vortrag zum Weg-trag von geistigem Gewinn und Vergnügen. Er ist merk-würdig, Ihre Anwesenheit ist Zeit-genuss, nicht Zeitvertreib. Wir entdecken, dass das Freimachen bei der Post was anderes ist, als beim Arzt. Das Fachliche und das tief Menschliche wird ohne Scheu beleuchtet, nach der Devise: Der Mundfurz ist ein Magenwind, der nicht den Weg nach unten find!
Wohlklingend vernebelt wird heute schließlich genug: die Müllkippe nennt sich „Entsorgungspark“, da überlegt man ja schon fast, ob man da nicht mal Urlaub machen könnte.
Schulden werden erst zu „negativer Deckungsreserve“ hochbefördert und schließlich sogar mit dem Titel „Sondervermögen“ geadelt.
Das Handwerk reagiert entsprechend: der nette Hausmeister wird „Facility-Manager“ und der Zahntechniker vielleicht „Oral-Designer“.
Wer da nicht mitmacht, der kann sich sprachlich im Handumdrehen den Fuß brechen.
Geschönt umschrieben wird ja schließlich seit alten Zeiten alles Geschlechtliche. Schon das Wort beinhaltet ja den besonderen Schwierigkeitsgrad. Wenn man es statt Geschlecht „Komm gut“ genannt hätte, wäre das Leben leichter.
Komponistenmäßig lockte daher der „Mahler“ seine Geliebte über einen „Bach“ in die „Haydn“, wo er sie mit „Liszt“ ver-„Brams“ te.
Larifari, Kokolores und Remmidemmi sind am Laufenden Band angesagt, schließlich schaut der Bauer auf sein Feld und sieht das Korn und den Weizen, abends in der Kneipe sieht er dann auf dem Tresen den Korn und das Weizen.
Wer seine Muttersprache mit anderen Augen sehen und mit erwartungsfrohen Ohren hören will, der erlebt viele positive Erinnerungshäppchen.
19. Mai – 19.30 Uhr in der Bibliothek Kelmis, Schulstraße 12, 4720 Kelmis.
Infos: 087/63 05 05 oder

